Jacqueline West: Olive und das Haus der Schatten

Zielgruppe: Mädchen und Jungen von 9-14 Jahren
Thema: Rätsel, Spannung, Mädchen, Katzen, Zauberer, magische Welt

Leselevel: 4 von 5 Schwierigkeitsstufen
Wissenssteigerung: 3 von 5 Wissensstufen
Humor: 3 von 5 Punkten
Spannung: 5 von 5 Punkten
Gefühl: 5 von 5 Punkten
Elternvergnügen: 5 von 5 Punkten
221 Seiten, gebundene Ausgabe, € 12,80

Für mutige Kinder, die nicht so leicht Angst bekommen, ist dieses gut geschriebene und fesselnde Buch. Der Spannungsbogen des Buches ist wirklich gelungen, für Zartbesaitete mag die ansonsten humorvolle Geschichte stellenweise zu unheimlich sein.

Die Heldin des Kinderbuches, Olive Dunwoody, zieht mit ihren Eltern in ein altes Haus, in dem viele Gemälde der Vorbesitzerin hängen. Bald findet Olive heraus, dass sie durch die Bilderrahmen in eine von einem bösen Zauberer beherrschte Geheimwelt steigen kann. Drei besonders große und gesprächige Katzen helfen ihr im Kampf gegen den Magier. Und Freund Morton, auf den sie in einem der Bilder trifft, steht ihr ebenfalls zur Seite, auch wenn er eine verdächtig glatte und kühle Haut hat…

Olives Eltern, beide Mathematiker, sind liebevoll und schrullig, und viele lustige Momente entstehen durch ihre naturwissenschaftliche Leidenschaft.

Die deutsche Übersetzung von Leonard Thamm ist gut gelungen. Die Illustrationen der englischen Originalausgabe sind allerdings viel ansprechender. Vielleicht ist das der Grund, warum nur zwei der fünf in Amerika sehr beliebten Elsewhere-Abenteuer  auf Deutsch erschienen sind.

Olive und das Haus der Schatten ist ein tolles Kinderbuch. Ich gebe eine klare Lese- und Kaufempfehlung für mutige Jungen und Mädchen ab, allerdings ist ängstlichen, nervösen Kindern von der Lektüre dieses Romans abzuraten. Man darf auf Olives nächstes Abenteuer gespannt sein: Band zwei der Serie, Im Bann der Magie, ist auch auf Deutsch erhältlich.

Jacqueline West. Olive und das Haus der Schatten. Übersetzt von Leonard Thamm. Mit Illustrationen von Ingrid und Dieter Schubert. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2010.