Pierdomenico Baccalario und Federico Taddia: 50 kleine Revolutionen

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: Jungs und Mädchen von 10 – 15 Jahren
192 Seiten, TB um € 12,95

Themen: Umweltschutz, Klimawandel, Wiederverwertung, Recycling, Tipps, Ratschläge, Weltverbessern, Ideen, Zwischenmenschliches

Pierdomenico Baccalario und Federico Taddia zeigen allen ab 10 Jahren im Buch 50 kleine Revolutionen, mit denen du die Welt (ein bisschen) schöner machst, wie man unseren Planeten retten kann und die Welt zu einem besseren Ort wird #fridaysforfuture.

50 „Revolutionen“?? Hört sich zunächst mal etwas hochgegriffen an… Die super Tipps umfassen zwar Fleisch-, Strom- und Plastikfasten, IT-Unterstützung für ältere Leute und Gendergrenzenabmontieren, aber unter einer Revolution stellt man sich doch etwas Großes, Weltbewegendes vor. Tja, es ist doch so: mit einem kleinen Steinwurf beginnt‘s, und dann rollt ’ne Lawine los. Jawohl!

Ich finde besonders schön, dass die Tipps nicht nur auf Umweltschutz abzielen („Tausche Bücher und Comics“, „Verbringe einen Tag ohne elektrisches Licht“,…), sondern auch zwischenmenschliche Verbesserungsvorschläge beinhalten („Befreunde dich mit gleich vielen Jungen wie Mädchen“, „Mache ein paar Selfies mit alten Leuten“,…) und Tipps für die eigene Persönlichkeit („Überwinde einer deiner Ängste“, „Führe einen Tag des Lächelns ein“,…). Die 50 Impulse verbessern also nach und nach das eigene Leben, das soziale Leben und das Leben mit der Natur. So gesehen wird es dann wirklich was mit der Revolution!

Das Buch wurde übrigens von Sophia Marzolff aus dem Italienischen übersetzt und ist gerade im dtv junior Verlag erschienen. Ramona Wultschner hat das süße Rettet-den-Planeten-Cover gemacht , AntonGionata Ferrari die coolen Illustrationen im Buchinneren. Eventuell könnte das kindliche Cover die Teens abschrecken, aber zwischen den Buchdeckeln steckt dafür eine waschechte Revolution!!

Ich bedanke mich sehr herzlich beim dtv junior Verlag für das Rezensionsexemplar!

Eliot Schrefer: Caldera – Die Rückkehr der Schattenwandler

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: Jungs und Mädchen von 9 – 12 Jahren
352 Seiten, gebundenes Buch um € 15

Themen: magische Tiere retten den Regenwald, Fantasy, Freundschaft, Magie, Natur, Dschungel, Kapuzineräffchen, Panther, Fledermaus, Pfeilgiftfrosch, Rettung, Abenteuer

Der magische Dschungel von Caldera steht kurz vor seiner Zerstörung: Die böse Ameisenkönigin und ihre Armee raspeln alles zu Kleinholz, was ihnen vor die Mundwerkzeuge kommt. Wie schon in Caldera Band 1, Die Wächter des Dschungels (2018), schließen sich die magischen Tiere Gogi (ein Kapuzineräffchen, das Feuer werfen kann), Mali (ein Panthermädchen, das sich unsichtbar machen kann), Lima (eine Fledermaus mit Heilkräften) und Rumi (ein Pfeilgiftfrosch, der den Wind beherrschen kann) zusammen, um dem ein Ende zu bereiten. In einem alten Tempel finden sie den entscheidenden Hinweis: Bis zur nächsten Mondfinsternis muss ein Artefakt gefunden werden, mit dem dann die Ameisenkönigin vernichtet werden könnte. Ein gefährliches Abenteuer beginnt.

Caldera: Die Rückkehr der Schattenwandler ist ein mitreißender Fantasyroman für Kinder von 9 bis 12 Jahren und enthält auch eine wichtige Botschaft: Wenn Einzelne zusammenstehen, können sie die Zerstörung des Regenwalds verhindern!

Der Buchautor, Eliot Schrefer (Jahrgang 1978), ist ein vielfach ausgezeichneter Bestsellerautor, dessen Erwachsenen- und Kinderbücher meisterhaft geschrieben sind: Nuancierte Charakterbeschreibungen saugen einen in die spannenden, fein konzipierten, gefühlvollen Geschichten. Hier habe ich sein tolles Buch Spirit Animals: Der Feind erwacht vorgestellt, in dem es auch um Magie und das Retten der Welt geht. Schrefer setzt sich leidenschaftlich für den Erhalt des Regenwalds ein, unterrichtet Kreatives Schreiben und ist Kinderbuchrezensent bei USA Today.

Ich bedanke mich sehr herzlich beim Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar.

Eliot Schrefer. Caldera: Die Rückkehr der Schattenwandler. Stuttgart: Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag, 2019. Mit Illustrationen von Emilia Dziubak. Optimal aus dem Amerikanischen übersetzt von Ulrike Köbele. Englischer Originaltitel: The Lost Rainforest – Gogi’s Gambit.

Silke Schlichtmann und Maja Bohn: Mattis und die Sache mit den Schulklos

Leselevel: ♦♦◊◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦◊◊◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: Jungs und Mädchen von 6 – 9 Jahren
64 Seiten, gebundenes Buch um € 10

Themen: gute Ideen / Lausejunge, Schule, Klassenzimmer, Lehrer, Schüler, Edding, Kunst, Beschwerdebriefe, Schulanfänger, ErstleserInnen

Silke Schlichtmanns Mattis und die Sache mit den Schulklos ist ein herrlich witziges Erstlesebuch mit tollen Illustrationen von Maja Bohn.

Mattis Hansen, ein moderner Michel von Lönneberga, ist acht Jahre alt und kommt regelmäßig mit Briefen von der Schule nach Hause – die sind natürlich keine Fanpost von Lehrer Storm. Als der Direktor einmal seine SchülerInnen über Lautsprecher auffordert, sich eine Lösung für die stark verschmutzten Schultoiletten und die arg überdüngte Schulhecke auszudenken, fällt dem erfinderischen Mattis die perfekte Lösung ein. Ob die auch Herrn Storm und seien Eltern begeistert? Ich will nicht zu viel sagen, nur folgende Warnung: Lasst Euer Kind bloß nie mit einem Edding in die Schule gehen!!

Autorin Silke Schlichtmann erzählt die lustige Geschichte in wenigen Worten und kurzen Sätzen. Trotzdem bleiben Vergnügen und Qualität nicht auf der Strecke. Mattis ist ein Buch für ErstleserInnen, das trotz einfacher Satzstruktur und Wortschatz großen Spaß und Freude macht. Da schreit das Mutterherz „Hurra!“

Dieses Buch ist übrigens Band 2 der beliebten, bei Antolin gelisteten Mattis-Reihe von Silke Schlichtmann (*1967). Band 1 heißt Mattis und das klebende Klassenzimmer, Band 3 Mattis – Schnipp, schnapp, Haare ab (sehr vielversprechend!!). Die Schriftstellerin ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, war als freie Wissenschaftlerin und Lektorin tätig und lebt mit Mann und vier Kindern in München. Mit Biluma und das Gummischlangengeheimnis war sie 2018 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. 2019 wurde Silke Schlichtmann von den deutschen BuchhändlerInnen, BibliothekarInnen und der IG-Leseförderung des Börsenvereins zur Lesekünstlerin des Jahres gewählt.

Die Illustratorin Maja Bohn (*1968) war Buchhändlerin und arbeitete im Verlagswesen, bevor sie Kommunikationsdesign studierte und groß rauskam. Ihr kennt vermutlich ihre tollen Illustrationen zu Kirsten Boies Thabo: Detektiv und Gentleman, zu Thilo Refferts Linie 912, zum Großen Michael Ende Vorlesebuch und vielem mehr.

Silke Schlichtmann. Mattis und die Sache mit den Schulklos. München: Carl Hanser Verlag, 2019. Mit Illustrationen von Maja Bohn.

Frank Schwieger und Ramona Wultschner: Ich, Zeus, und die Bande vom Olymp

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: Jungs und Mädchen von 9 – 13 Jahre (und darüber hinaus)
264 Seiten, TB um € 9,95

Themen: griechische Götter, griechische Helden, griechische Sagen

Sehr zu empfehlen, dieses unterhaltsame Buch voller spannender Geschichten und Mythen, quasi ein Freundschaftsbuch der wichtigsten Leute des antiken Griechenlands. Die besten griechischen Sagen von den Göttern, Göttinnen, Heldinnen und Helden selbst erzählt! Von A wie Ariadne bis Z wie Zeus sind alle Schwergewichte der Götterwelt beschrieben, mit witzigem Bild, lustigem Steckbrief und kurzer, fesselnder Erzählung ihrer Story. So macht Geschichts- bzw. Lateinunterricht Spaß!

Frank Schwieger, geb. 1968, ist ein deutscher Kinder- und Jugendbuchautor sowie Latein- und Geschichtelehrer. Seine Bücher spielen oft in der Antike. Die Illustratorin Ramona Wultschner, Jahrgang 1987, wirkt bei Trickfilmproduktionen, Kinderbüchern und Spiele-Entwicklungen mit. Ihre Illustrationen verleihen den alten Sagengeschichten die Coolness, die die jungen LeserInnen brauchen, um einen Zugang zur Antike zu finden.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei dtv junior für das Rezensionsexemplar!

Diese empfehlenswerte Reihe umfasst auch:

Frank Schwieger. Ich, Odin, und die wilden Wikinger: Götter und Helden erzählen nordische Sagen. München: dtv, 2019. Mit Illustrationen von Ramona Wultschner.

Frank Schwieger. Ich, Caesar, und die Bande vom Kapitol: Live aus dem alten Rom. München: dtv, 2018. Mit Illustrationen von Ramona Wultschner.

Frank Schwieger. Ich, Zeus, und die Bande vom Olymp: Götter und Helden erzählen griechische Sagen. München: dtv, 2019. Mit Illustrationen von Ramona Wultschner.

Verena Friederike Hasel und Iris Wolfermann: Wir Rüben aus der großen Stadt

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦◊
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: 7-10 Jahre
128 Seiten, gebundene Ausgabe um € 14
Themen: Familie, Freunde, Schule, Selbständigkeit, Großfamilie, Zusammenleben, Akzeptanz

Flora ist 8 und erzählt in Wir Rüben aus der großen Stadt von ihrem kunterbunten Großfamilienleben: Ihre Eltern und 3 andere Familien wohnen in einem Baugruppe-Haus zusammen, in der Rübezahlstraße 8. Der Alltag der 12-köpfigen „Rüben-Sippe“ ist herrlich turbulent und amüsant – und auch inspirierend, denn ein Einfach-so-obwohl-gerade-weil-Fest sollte wirklich jeder im langweiligen Jänner feiern.

Nach und nach lernen wir die liebenswerten Figuren kennen, lesen von den chaotischen Morgenstunden und dem Zusammenhalt der Rasselbande, von den Herausforderungen eines Berufslebens trotz Kinder und dem Selbständigwerden trotz Eltern, von Eifersüchteleien und Versöhnung.

Verena Friederike Hasel ist ein wunderbar unterhaltsamer und herzerwärmender Kinderroman gelungen. Auch Iris Wolfermanns ansprechende Zeichnungen lassen den Funken des lustigen Großfamiliendaseins überspringen. Flora sagt: „Mit einer Familie ist es wie mit Gummibärchen: je mehr, desto besser“ (7). Das Gleiche gilt auch für so bezaubernde Kinderbücher!

Ich danke dem Peter Hammer Verlag sehr herzlich für das Rezensionsexemplar!

Verena Friederike Hasel. Wir Rüben aus der großen Stadt. Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 2018. Mit Zeichnungen von Iris Wolfermann.

Lois Lowry: Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby (Und wie am Ende alle glücklich wurden)

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦◊
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 11 Jahren

176 Seiten; wunderschönes, gebundenes Buch um € 12,95


Themen: Familie, Geschwister, Eltern-Kind-Beziehung, Kindermädchen, Waisen, reicher Wohltäter, Patchwork-Familie, skurille Geschichte, schwarzer Humor, Intertextualität

Gleich vorweg: Für Liebhaber der heilen Welt ist dieses Buch nichts, denn die Willoughby-Eltern mögen ihre vier Kinder Timothy, Barnaby A, Barnaby B und Jane nicht, und auch die Kinder können ihre Eltern nicht ausstehen. Die skurrile Geschichte ist trotzdem hinreißend – und irrsinnig witzig!

Worum geht’s in diesem schrägen Kinderroman im Stil von Roald Dahl? Die Eltern der Willoughby-Kinder gehen auf eine gefährliche Abenteuerreise und lassen ihre Kinder in der Obhut eines Kindermädchens zurück. Die singt und tanzt zwar nicht wie Mary Poppins, ist aber ein ebenso großer Segen und führt die Kids schlussendlich zum Happy End. Leider, leider versterben die Eltern auf einer halsbrecherischen Bergtour in den Alpen.

In der Nachbarschaft wohnt zufälligerweise ein reicher Schokoladenfabrikant, Kommandant Melanoff, der die Rasselbande aufnimmt und ihr ein liebevolles Zuhause bietet. Vor Kurzem steckte er noch in einer großen Krise, denn seine pedantische Frau und ihr gemeinsamer Sohn wurden in der Schweiz von einer Lawine verschüttet. Das stürzte den Fabrikanten in eine Depression, die damit endete, dass die Willoughbys ein vor ihrer Haustür ausgesetztes Baby vor seine Haustür legten. Von da an kümmerte sich der Kommandant rührig um das Findelkind Barbara und fand wieder neuen Lebensmut. Zu guter Letzt werden alle möglichen Handlungsstränge zu einem glücklichen Ende zusammengeführt: Lowry ist eine wahre Meisterin des Erzählens.

Der grandiose Humor und die vielen kreativen Ideen in diesem Buch sind herrlich. Als das Haus der Willoughby beispielsweise verkauft werden soll und die Immobilienmaklerin die potenziellen Kunden durchs Haus führt, tarnen sich die Kinder als Lampe, Kaktus, Kleiderständer und Teppich, und das Kindermädchen zieht sich nackig aus, bestäubt sich mit Puder, nimmt ein Bettlaken und gibt vor, eine Marmorstatue zu sein. Und wenn sie den Interessenten dann zuzwinkert, laufen die kreischend aus dem Haus. Wieso verkauft sich das Haus bloß nicht?!

Lowrys Einbinden von Klassikern der Kinderliteratur ist ebenso bemerkenswert. In allen möglichen Lagen sagen die Kinder: „wie Mary Lennox in Der geheime Garten“ (26), „wie Huckleberry Finn“ (124), oder „wie Betty in Betty und ihre Schwestern“ (123). Das Buch ist eine unterhaltsame Persiflage der klassischen Waisenromane des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sämtliche erwähnten Bücher werden in einer Liste zu Buchende witzig vorgestellt. Wenn man diese Bücher kennt, sind Lowrys Anspielungen natürlich noch viel lustiger.

Insgesamt ein unkonventionelles und feines Kinderbuch, ich würde sagen für alle ab ca. 11 Jahren, denn dann kann man den Humor und die Erzähltradition schon zuordnen. Auch für Erwachsene sehr zu empfehlen!

Lois Lowry, 1937 in Honolulu, Hawaii, als „Military Brat“ eines Army-Zahnarztes geboren, ist eine vielfach preisgekrönte, amerikanische Kinder- und Jugendbuchautorin. Hier findet Ihr den Link zu ihrer Homepage, auf der sie ihren, wie ich finde, sehr interessanten Lebensweg beschreibt und mit herrlich persönlichen Fotos bebildert: Heirat mit 19, 4 Kinder in 5 Jahren, Studium, Schriftstellerinnenlaufbahn, Scheidung mit 40, neuer Lebenspartner, Sohn im Krieg verloren, Friedenseinsatz. Ihrer eigenen Aussage nach ist der roten Faden in all ihren Büchern „the importance of human connection“ (die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen“). Das lässt sich auch in ihrem lustig-skurrilen Kinderroman Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby erkennen.

Lois Lowry. Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby (Und wie am Ende alle glücklich wurden). München: dtv junior, 2019. Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn.

Lucy Astner: Schwesterherzen – Eine für alle, alle für DICH!

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦◊◊
Zielgruppe: Mädchen ab 8 Jahren
224 Seiten, Taschenbuch um € 11

Themen: Freundinnen, Schwestern, Zusammenhalt, weibliche Solidarität, Kameradschaft, Mädchen gegen Jungs, Pony, Pferd, Handy, Schwein, Fußball

Die 12-jährige Bonnie ist genervt: drei Brüder, dafür kein Pferd und kein Handy. Echt hart. Und die Fußballjungs vom FC Amigo gehen ihr auch auf den Zeiger. Aber was ihr an den Amigos gefällt ist, wie die zusammenhalten. Das müssten Mädchen doch auch hinbekommen! Zusammen mit ihrer besten Freundin Smilla beschließt sie, einen Mädchenclub zu gründen. Zuerst ist das Freundinnenfinden nicht leicht, aber als beim Baden mit der Schule die Klamotten von Bonnie, Smilla, dem Grufti-Girl Jo, der runden Nuca und der Tussi Monti verschwinden, werden die „Schwesterherzen“ gegründet und zusammen sinnen die Mädels auf Rache – denn das können doch nur die Amigos gewesen sein!

Der schwungvolle Kinderroman rund um die 5 unterschiedlichen Schwesterherzen aka Sicret Sistahz ist echt witzig und unterhaltsam geschrieben. Es geht drunter und drüber und zum Schluss landet auch noch ein Pony auf dem Balkon von Montis Nobelschuppen. Die Illustrationen von Nadine Jessler sind auch extrem gelungen. Meine Töchter lieben das Buch – eine optimale Ferienlektüre! Und der zweite Band über die Mädchenbande ist soeben erschienen – das wird sicherlich auch ein großer Spaß!

Die 1982 in Hamburg geborene Lucy Astner ist nicht nur als Kinderbuchautorin erfolgreich, sondern auch als Drehbuchautorin – Matthias Schweighöfers witziger Kinofilm Der Nanny stammt z.B. aus ihrer Feder. Die reiselustige Schrifstellerin hat 4 Kinder und lebt in Deutschland.

Ich bedanke mich sehr herzlich beim Thienemann-Esslinger Verlag und Henrike Blum für das Rezensionsexemplar.

Lucy Astner. Schwesterherzen: Eine für alle, alle für DICH! Mit Illustrationen von Nadine Jessler. Stuttgart: Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag, 2019.

Cally Stronk und Constanze von Kitzing: Leonie Looping – Kleine Robbe in Not

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: Jungs und Mädchen ab 5 Jahren, zum Selberlesen ab 7
100 Seiten, gebundene Ausgabe um € 8,99

Themen: Freundschaft, Umweltschutz, Elfen, Ostfriesland, Campen, Plastikmüll

Dieses ErstleserInnen-Buch besticht mit wunderschönen Illustrationen von Constanze von Kitzing, die schon mit ihrem Bilderbuch Was fressen Monster (2018) und vielen anderen Publikationen begeistert hat, und der spannenden Geschichte von Cally Stronk, der bekannten, preisgekrönten Berliner Kinderbuchautorin.

In diesem Band, dem 7. der ErstleserInnen-Reihe rund um Titelheldin Leonie Looping, campt sie zusammen mit ihrem Freund Florian, Oma Anni und den Schmetterlingselfen Mücke, Luna und Kim-Chi in Ostfriesland. Als sie auf ein verletztes Robbenkind treffen, erkennen sie, dass der Plastikmüll im Meer und am Strand ein echtes Problem ist. Bei ihrer Rettungsaktion geraten die Freunde in große Gefahr.

Eine tolle Urlaubslektüre, die auch Lesemuffel fesseln wird. Und elf elfige Plastikspartipps gibt’s obendrauf!

Ich bedanke mich sehr herzlich beim Ravensburger Buchverlag für das Rezensionsexemplar. Meine Töchter und ich sind von Leonie Looping echt begeistert!

Cally Stronk und Constanze von Kitzing. Leonie Looping: Kleine Robbe in Not. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag, 2019.

Alice Turquois: Mein supertoller Rätselspaß

Leselevel: ♦♦◊◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦◊
Humor: ♦♦♦◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦◊◊
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: Jungs und Mädchen von 5 – 7 Jahren
48 Seiten, Broschur, € 6,99

Themen: Rätsel, Labyrinthe, Ausmalseiten, von Punkt zu Punkt, verworrene Fäden, Suchbilder, zuzuordnende Ausschnitte, Dominosteine, Meereswissen, Tiere im Meer, Ferienheft, Beschäftigungsbuch

Das unterhaltsame Ferienheft Mein supertoller Rätselspaß: Am Meer ist wunderbar zur Beschäftigung von Kindern zwischen 5 und 7 Jahren geeignet. Eine bunte Palette von Suchbildern, Labyrinthen, Rätseln, Ausmalseiten, Punkt-zu-Punkt-Bildern, Fadensalaten, zuzuordnenden Ausschnitten und Dominosteinen wird die Kids fesseln und nebenbei ihr Hirn auf Trab halten. Es wird sogar etwas Meereswissen vermittelt.

Die coolen Illustrationen von Alice Turquois sprechen Jungs genauso an wie Mädchen. Die Bilderwelt rund ums Meer sieht aus wie ein toller Zeichentrickfilm und gefällt den Kindern garantiert. Ahoi! Spaß nähert sich in schneller Fahrt auf 10 Grad Backbord 🙂 !

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich sehr herzlich beim Thienemann-Esslinger Verlag und Henrike Blum.

Alice Turquois (Illustratorin). Am Meer: Mein supertoller Rätselspaß. Stuttgart: Thienemann-Esslinger Verlag, 2019.

Dirk Hennig: Die besten Schülerwitze

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: Jungs und Mädchen von 6 – 9 Jahren (und darüber hinaus)
160 Seiten, Taschenbuch um € 5

Themen: Witze, Humor, Schule, Zeugnis, Ferien, Familie, Tiere, Sport und Freizeit, ErstleserInnen, Rätsel, Zungenbrecher

Ein super Witzebuch für ErstleserInnen und Humorbegeisterte ab 6 Jahren. Alles, was das (Scherz-)Herz begehrt, steckt in diesem tollen Taschenbuch: Witze, lustige Rätselfragen und Sprüche, Zungenbrecher und spaßige Illustrationen vom deutschen Illustrator Dirk Hennig. Beispiel gefällig?

„Fragt der Neue in der Schulklasse: ‚Wann macht ihr hier eigentlich Pause?‘ – ‚Nie! Wir schlafen durch.‘“ (Seite 11)

Den kannte ich noch nicht. Und viele andere gute Schenkelklopfer auch nicht, was mich echt überrascht hat. 🙂

Der kleine Preis macht dieses gute-Laune-Buch zu einem super Zeugnisgeschenk und wird so manch laaaangweilige Stunde in den Ferien verkürzen! Außerdem ist es eine optimale Leseübung: Witze sind kurz, und die Schrift ist angenehm groß. So macht das Lesen wirklich Spaß!

Ich bedanke mich sehr herzlich beim Thienemann-Esslinger Verlag und Henrike Blum für das Rezensionsexemplar. Leider wurde es schon nach kurzer Zeit von meinen Kindern entführt… Aber ich hab es später wieder zurückstibitzt, hihi!

Dirk Hennig (Illustrator): Die besten Schülerwitze. Stuttgart: Thienemann-Esslinger Verlag, 2019.