Frances Hodgson Burnett. Der geheime Garten

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 10 Jahren
320 Seiten, gebundene Ausgabe um € 4,95
Themen: Freundschaft, Familie, positives Denken, Garten, Natur, Geheimnis

Die Kraft des positiven Denkens wird in diesem Buch auf wundervolle Weise beschrieben. Das Waisenkind Mary wird nach Misselthwaite Manor zu ihrem Onkel Archibald Craven gebracht, wo sie von nun an leben soll. Allerdings ergeht es ihr so, wie schon zuvor in Indien, als ihre Eltern noch lebten: Niemand kümmert sich um sie. Sie bekommt zwar Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf, aber ansonsten ist sie auf sich allein gestellt. Natürlich bemitleidet sie sich selbst und geht ruppig mit anderen um.
Alles ändert sich, als sie einen geheimen Garten entdeckt und sich um die Pflanzen dort kümmert. Indem sie sich um andere Lebewesen kümmert, erwacht ihre eigene Lebensfreude. Sie gewinnt menschliche, tierische und pflanzliche Freunde, wird langsam netter zu den Angestellten und findet zuletzt sogar am düsteren Herrschaftshaus Gefallen.

Der zehnjährige Sohn ihres Onkels, ihr Cousin Colin, vegetiert derweil abgeschottet in einem anderen Teil des Schlosses dahin. Bei seiner Geburt starb seine Mutter, was weder er noch sein Vater je verwunden haben. Der Junge befürchtet, sterbenskrank zu sein und bucklig zu werden, und er ist ein wahrer Tyrann. Zufällig trifft er auf Mary, die beiden freunden sich an und auch ihn verändert der geheime Garten. Plötzlich hat er etwas, auf das er sich freut, ein Ziel, das der schwache und deshalb an den Rollstuhl gefesselte Junge erreichen möchte. Ihr Geheimnis schweißt die beiden und den Bauernjungen Dickon, der ihnen aufgrund seiner positiven, liebevollen, freundlichen und naturbezogenen Lebensart ein großes Vorbild ist, eng zusammen. Zu guter Letzt erliegt auch noch der depressive Onkel Archibald dem Zauber des Gartens und die Kraft des positiven Denkens und der Liebe entfaltet ihre Wirkung.

Ein wirklich empfehlenswerter Klassiker aus dem Jahr 1911, geschrieben von der Autorin des Kleinen Lord. Trotz der über hundert Jahre, die dieses Buch auf dem Buckel hat, ist das Thema des Ich-bezogenen bzw. depressiven Kindes sehr aktuell und die Lösung (ein Fleckchen Erde, das die Kinder bearbeiten) wunderbar einfach. Mary bestärkt ihren Cousin zudem mehrmals, positiv zu denken. Das ganze Geschehen spielt sich vor dem Hintergrund der englischen Zweiklassengesellschaft von 1900 ab: Die reichen Adeligen beschäftigen sich nicht mit ihren Kindern, der armen Bäuerin aus der Nachbarschaft, Dickons Mutter, gelingt es trotz knapper Finanzen, ihre Kinder zu versorgen und ihnen Liebe zu schenken. Das ist auch heute noch aktuell: Anstatt die Kinder mit Geschenken, Urlaubsreisen und Nachmittagsprogramm zu überhäufen, empfiehlt es sich, ihnen in die Augen zu schauen, mit ihnen zu sprechen und gemeinsam hinaus in die Natur zu gehen, denn es hat ja wohl kaum einer von uns einen geheimen Garten zuhause – oder vielleicht doch?

Frances Hodgson Burnett. Der geheime Garten. Übersetzt von Felix Mayer. Köln: Anaconda Verlag, 2013.

Renate Welsh: Das Vamperl

Leselevel: ♦♦◊◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: Kinder von 6 – 8 Jahren

112 Seiten, Taschenbuch um € 5,95

Themen: Freundschaft, alte Dame, Vampir, Wut, Freundlichkeit, Schullektüre

 

Das Vamperl von Renate Welsh ist das erste Buch, das meine Große für die Schule lesen „musste“.  Dieses geniale Kinderbuch ist höchst unterhaltsam, auch für Erwachsene. Frau Lizzi, eine 67-jährige, gutmütige, alleinstehende Stadtbewohnerin, findet einen kleinen Vampir, den sie mit einer Milchflasche aufzieht und heiß und innig liebt. Rundherum begegnen den beiden fiese Wüteriche (z.B. vampirfeindliche Nachbarinnen, hänselnde Kinder und karrieregeile Wissenschafler), doch das Vamperl ist die Rettung: Er beißt in den Bauch der Bösen, saugt ihnen das Gift aus der Galle und schwups sind die Zornzwerge freundliche Mitmenschen. Das sorgt natürlich für sehr lustige Momente. Ich liebe die Szene, in der ein Einbrecher eine alte Frau in ihrer Wohnung ausrauben will, aber dann saugt ihm das Vamperl das Gift aus. Sein nettes Ich trifft nun auf die resolute alte Dame, die sich zunächst ordentlich empört: „Und was wollen Sie hier? … Sie sind ja ein Dieb! … Sie sollten sich schämen“ (Seite 53). Das tut er auch. Und weil er schon mal da ist, schickt ihn die Lady gleich einkaufen, denn sie ist schon seit einer Woche krank und der Kühlschrank schrecklich leer. Herrlich!

Nach vielen lustigen Episoden verplappert sich Frau Lizzi eines Tages. Sie erzählt einem Krankenhausarzt von Vamperls Heldentaten. Der Wissenschaftler überredet Frau Lizzi, das Vamperl ins Krankenhaus zu bringen. Es wird unter einen Glassturz gesteckt und erforscht. Doch Frau Lizzi wäre nicht Frau Lizzi, wenn sie ihrem Vamperl nicht aus der Klemme helfen könnte.

Nicht nur wir Erwachsene, sondern auch unsere Kinder wünschen sich so ein Vamperl, das den bösen Leuten die Galle leert und für mehr Freundlichkeit und Wohlwollen sorgt. Dieser Blogbeitrag soll nicht nur die tolle österreichische Autorin Renate Welsh und den österreichischen Nationalfeiertag ehren, sondern im Sinne von #bookstagrammergegenrechts und #vielfaltstatteinfalt für ein freidliches Zusammenleben werben. #wirsindmehr und #mutstattwut könnten schließlich von Frau Lizzi und ihrem Vamperl stammen!

Das 1979 publizierte Vamperl gibt es übrigens als Little Vampie auch auf Englisch: Zum ersten Englischlesen oder -hören (Renate Welsh war lange Jahre als freiberufliche Übersetzerin tätig). So können die Kinder gleich in eine andere Sprache und Kultur eintauchen, ein doppelter Gewinn! Zum Vamperl gibt es auf Antolin praktischer Weise gleich zwei Quizmöglichkeiten, also doppeltes Punkteabräumen. Und es gibt noch einige Vamperl-Bände mehr, denn von Vamperl kann man einfach nicht genug bekommen!

 

Renate Welsh. Das Vamperl. München: dtv junior, 2011.

Carson Ellis: Wazn Teez?

Leselevel: ♦◊◊◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: 4 – 8 Jahre

48 Seiten, gebundenes Bilderbuch um € 16,50

Themen: Insekten, die Jahreszeiten, Freundschaft, Forschen, Abenteuer, Natur

Neuerlich hat mir eine Bibliothekarin ein extrem tolles Buch gezeigt. Vielen Dank, liebe Martina! Wazn Teez? ist bezaubernd, wunderbar, total gelungen – ja, Leute, ich bin sowas von begeistert: Die klaren, in Naturtönen gehaltenen Illustrationen sind wunderschön, die Geschichte toll, und nach dem Lesen gibt’s noch jede Menge lustigen Gesprächsstoff mit den Kids.

 

Aber fangen wir mal vorne an:

Die Story: Im Frühling sprießt ein grünes Pflänzchen aus dem Boden und viele vorbeikommende Insekten fragen sich: „Wazn teez?“ (Das heißt natürlich: „Was ist das denn?“) Erste Antwort: „Mi nanüt.“

Was? Du sprichst kein Insektisch? Kein Problem! Deine Kinder werden Dir alles perfekt übersetzen, und dabei gibt’s viel zu lachen! Man kommt natürlich auch als Erwachsene(r) in diese Fantasiesprache rein: „an Plumpse“ = eine Pflanze/Blume, „an Sprossel“ = eine Leiter, usw. Die Übersetzung der wüsten Beschimpfung der Spinne, die die Pflanze samt darauf errichteter Festung in Beschlag nimmt, ist dabei sicher ein Highlight (im Original: „SCHROXXLER! TITTI SCHROXXLER!“). Keine Sorge, schon auf dem nächsten Bild löst ein großer Vogel dieses Problem ;-). Als es schließlich Herbst wird, ziehen sich die Insekten zurück, Blume und Festung verfallen, Schnee bedeckt das Land, bis dann im Frühling…

Meine Kinder und ich hatten große Freude an den bezaubernden Bildern und unglaublichen Spaß beim Entziffern der Insektensprache. Auch danach haben wir noch weitergelacht und selbst Wörter in Insektensprache erfunden. (Ich werde wohl nie mehr eine Leiter sehen und nicht „an Sprossel“ denken!)

Carson Ellis Wazn Teez? Buchempfehlung Buchtipp Kinderbuchblog Brigitte Wallinger geniales Buch Kinderbuch Bilderbuch

Ein gewaltig gutes Bilderbuch, große Empfehlung für dieses geniale Werk! Unbedingt lesen und scheckig lachen!

 

ENDE DER LOBESHYMNE, HIER DIE NACKTEN FAKTEN 🙂

Das Buch ist nur für Menschen geeignet, die Zeit haben, es mit ihren Kindern zu besprechen. Wer ein ratz-fatz-vorlesen-und-dann-ab-ins-Bett-mit-dir-Buch braucht (und solche Bücher benötigt man manchmal auch), der ist hier falsch.

Die Insektensprache ist eine super Vorleseübung für Schulkinder, denn hier muss auf den Buchstaben genau gelesen werden, und die Kids können Wörter nicht „erraten“. Leider ist leider noch kein Quiz dazu auf Antolin abrufbar.

Und die Autorin? Carson Ellis, Jahrgang 1975, lebt mit ihrem Mann, dem Folkmusiker Colin Meloy, und ihren zwei Söhnen (sowie einer Katze, zwei Lamas, zwei Ziegen, einem Schaf, zehn Hühnern, einer Eulenfamilie und unzähligen Fröschen) auf einer Farm in Portland. Wazn Teez? ist ihr zweites Bilderbuch. Ihr erstes, Zuhause, ist auch schon auf Deutsch erschienen (also diesmal echt in Deutsch und nicht in Insektisch). Für einen Grammy war Carson Ellis übrigens auch schon mal nominiert: Sie hat 2016 ein wunderschönes Albumcover für die Band ihres Mannes, The Decemberists, kreiert.

Der Titel der Originalausgabe heißt Du Iz Tak. Das Buch hat unter anderem den E. B. White Lautlesepreis gewonnen. Ich habe ein bisschen in den englischen Originaltext hineingeschnuppert und muss sagen: Das ist das erste Buch, bei dem ich die deutsche Übersetzung noch besser finde als das Original! Hut aber vor den Übersetzern Jess Jochimsen und Anja Schöne!

Wazn Teez? war übrigens für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Gewonnen hat in der Kategorie Kinderbuch schließlich aber Megumi Iwasas Viele Grüße, Deine Giraffe (illustriert vom genialen Jörg Mühle) – und das ist auch ein klasse Buch! Aber dazu ein ander Mal mehr…

 

Carson Ellis. Wazn Teez? Zürich: NordSüd Verlag, 2018. Genial übersetzt aus dem Englischen von Jess Jochimsen und Anja Schöne.

Kate de Goldi: Die Anarchie der Buchstaben

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung:♦♦♦◊◊
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen:♦♦♦♦♦
Zielgruppe: ab 10 Jahren
151 Seiten, Kindle-Edition um € 9,99
Themen: Familie, Demenz, Tod, Freunschaft, Zuneigung, das ABC, positive Anarchie

Perrys Leben wird von ihren berufstätigen Eltern streng getaktet: vormittags Schule, nachmittags Malklasse, Klavierstunden, Klarinettengruppe, Musik- und Bewegungskurs und Förderunterricht. Samstags besuchen die Neunjährige und ihr Vater dessen demente Mutter Honora Lee im Altersheim – für ganze 40 Minuten. Sonntags geht die Familie zum Brunch ins „The Café“: Familienzeit. Doch plötzlich zerrt sich Brita von „Musik und Bewegung“ den Rücken, und der Kurs wird abgesagt. Was tun? Wohin soll das Kind nun am Donnerstagnachmittag geschickt werden? Perry schlägt vor, Oma Honora zu besuchen, und mangels Alternativen erlauben es ihr die Eltern widerwillig. Das Kind entwickelt eine wunderbare Liebe zur Oma, obwohl die alte Dame oft nicht einmal weiß, wer dieses Mädchen überhaupt ist und warum es einen Jungennamen trägt. Aber Perry verschreckt das schrullige Verhalten der Großmutter (und der anderen HeimbewohnerInnen) nicht. Ganz im Gegenteil: sie liebt die Zeit im Altersheim und beschließt, ein Abc-Buch darüber zu schreiben. Nur dass alphabetisches Vorgehen für senile Senioren schwierig ist und am Ende eher ein Acb- bzw. Bca-Buch dabei herauskommt. Aber diese Anarchie der Buchstaben (und die der Altenheimleute) ist für das eingeteilten Kind wie Balsam auf Wüstenhaut.

Alle, die schon einmal in einem Altenheim waren, können bestätigen, wie komisch manche Erlebnisse mit AltersheimbewohnerInnen sind. Und auch wie traurig. Und oft beides zusammen. Der neuseeländischen Kinder- und Jugendbuchautorin Kate de Goldi gelingt es, solche Momente wunderbar einzufangen. Sie erzählt einfühlsam, witzig und schlau. Gregory O’Briens fabelhafte Illustrationen runden dieses feine Meisterwerk ab. Und Ingo Herzke hat das englische Original gekonnt ins Deutsche übersetzt.
Hier eine bittersüße Szene aus dem Buch, die einen guten Eindruck vom Charakter des Textes gibt:

„Oma hat vergessen, wie man Ich sehe was, was du nicht siehst spielt“, verriet Perry Audrey [einer Pflegerin].
„Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist frech“, sagte Oma. Sie beugte sich zu Doris und flüsterte ihr ins Ohr: „Ich gewinne.“
„Viel Spaß!“, sagte Audrey. Sie ging auf die andere Seite des Gemeinschaftsraums, um Jeffrey zu helfen, der manchmal auf seinem Stuhl zur Seite sackte und dann mit alter, dünner Stimme „Schwester? Schwester?“ rief.
Oma stand auf. Krümel fielen ihr von der Brust. Doris stand ebenfalls auf. Sie reichte Oma bis zur Schulter. Sie hatte einen Marmeladenklecks auf dem Kinn, wie ein glänzender Schorf.
„Jeden Moment kommen die Schüler“, sagte Oma. „Die Zeit wartet nicht.“
„Die Zeit wartet nicht“, wiederholte Doris.
Auch Perry stand auf. Sie könnte ebenso gut mitgehen, dachte sie sich. (Seite 39).

Eine der genialen Nebenhandlungen des Buches dreht sich um den Tod, und zwar konkret um tote Hummeln, die Perry findet, aufhebt und schlussendlich begräbt. Der Nebenstrang mit dem zweijährigen Sohn von Perrys Kinderfrau, der sich im Prinzip wie die AltersheimbewohnerInnen verhält, zeigt auf wunderbare Weise, dass sich der Kreis schließt und alte Leute wieder wie Kinder werden. Und das Ende der Geschichte, ist es vorhersehbar?? Wer erwartet schließlich nicht, dass eine Oma-Enkelin-Geschichte, die im Altersheim spielt, traurig ausgeht? Ob das bei diesem Buch auch so ist, findet Ihr am besten selbst heraus ;-). Die Lektüre lohnt sich für alle ab 10!

Kate de Goldi. Die Anarchie der Buchstaben. Übersetzt von Ingo Herzke. Mit Bildern von Gregory O’Brien. Hamburg: Königskinderverlag (Carlsen), 2012.

Gunilla Bergström: Die besten Geschichten von Willi Wiberg

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: Kinder von 5-8 Jahren

128 Seiten, gebundene Ausgabe um € 15

Themen: Erlebnisse eines Schulkindes, Kindergeburtstag, erster Schultag, Verletzung, Jungs-Mädels-Freundschaft

Willi Wiberg-Geschichten sind ein Quell der Weisheit und absolute Kultbücher:-) . In diesem Sammelband ist Willi schon 7 Jahre alt (in den ersten WW-Büchern ist er vier) und erlebt allerlei Abenteuer, mit denen Kids in den ersten Schuljahren konfrontiert sind: der Schulstart, ungerechtes Verhalten, Jungs-Mädchen-Freundschaft und eine Kindergeburtstagsparty. Die Autorin hat auch die herausragenden Illustrationen gestaltet.

Der sympathische Knirps mit dem braunen Pulli und dem ballförmigen Kopf ist kein Superheld oder Übertyp, sondern er erlebt seinen Alltag als ganz normaler Junge: witzig, erfindungsreich und empfindsam – eine Identifikationsfigur für viele Kinder. Sein Leben wird nicht idealisiert dargestellt, sondern echt und wirklich, mit tatsächlichen Kindheitsproblemen, die Willi – oft mithilfe seines herzigen Vaters – lösen kann. Seine Lösungen sind alltagstaugliche, höchst nützliche Wegweiser für unsere Kinder, die sich in vielen Willi Wiberg-Geschichten vor lauter Lachen kringeln.

Auch erwachsenen (Vor-)Leser erliegen dem Humor und Charme der Willi Wiberg-Bände: Willi ruft uns wieder in Erinnerung, wie es sich angefühlt hat, Kind zu sein. Den fleißigen Mamis und Partyqueens möchte ich unbedingt die Geschichte „Jetzt wird gefeiert, Willi Wiberg“ ans Herz legen, in der Willis Tante Fiffi extra anreist, um dem Jungen ein unvergessliches Geburtstagsfest auszurichten, wobei Willi am Ende sein eigenes Fest im kleinen Kreis unter dem Tisch abhält. Die anderen drei Geschichten erzählen von Turbulenzen in der Schule, die ideale Gesprächsanstöße für tiefgehende Eltern-Kind-Gespräche sein können.

Sollten Eure Kinder noch nicht zur Schule gehen, kann ich Euch Gute Nacht, Willi Wiberg als herrliche Geschichte zum Schlafengehen empfehlen und Mach schnell, Willi Wiberg für alle Haushalte mit Kindergartenkindern, in denen es morgens gerne hektisch zugeht.
Gunilla Bergström Gute Nacht Willi Wiberg Brigitte Wallinger Kinderbuchblog Buchempfehlung fuer Kinder von 4 bis 6 Jahren Buchtipp geniales Kinderbuch
Gunilla Bergström Mach schnell Willi Wiberg Gunilla Bergström Willi Wiberg Brigitte Wallinger Kinderbuchblog Buchempfehlung fuer Kinder von 4 bis 6 Jahren Buchtipp geniales Kinderbuch

Seit den 1970er Jahren hat die Schwedin Gunilla Bergström mehr als 30 dieser tollen Kinderbücher publiziert, die in 29 Sprachen übersetzt worden sind. Willi Wiberg heißt im Original Alfons Aberg. Was für ein genialer Kunstgriff, den Namen des Titelhelden so treffend ins Deutsche zu übertragen! (In England kennt man unseren Willi übrigens als „Alfie Atkins“.) Die 1942 in Göteborg geborene Journalistin, Kinderbuchautorin, Illustratorin und Großmutter Gunilla Bergström verbringt den Winter gerne in Ostafrika – das kann ich als österreichische Bergziege nur zu gut verstehen!

Gunilla Bergström. Die besten Geschichten von Willi Wiberg. Hamburg: Oetinger, 2012. Übersetzt von Angelika Kutsch. Illustrationen von Gunilla Bergström.

Timo Parvela: Ella in der Schule

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦◊◊◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: Kinder von 6 – 9 Jahren
144 Seiten, Taschenbuch um € 6,95

Thema: das erste Schuljahr, Blödsinn im Klassenverband, doppelbödiger Humor aus Kinderperspektive

Es ist soweit: Meine „Kleine“ kommt in die Schule, und in ihrer Schultüte steckt ein witziger Ella-Band, der ihr Lust auf einen Haufen Blödsinn inmitten der Schulbänke machen soll (sorry, Frau Lehrerin!).

Ella ist Erstklässlerin und alles läuft super, bis ihr Lehrer einen vermeintlichen Erpresserbrief bekommt. Was folgt ist eine Lawine aus Missverständnissen und urkomischen Situationen, und am Ende gibt‘s Zeugnisse für die SchülerInnen und ein Baby für den Herrn Lehrer. Juhu!

Einen kleinen Textausschnitt hab ich auch für Euch, der den temporeichen, lustigen Charakter des Buches ganz gut widergibt (Buch Seite 55-56):

Als Nächstes wollte der Vertretungslehrer mit uns rechnen. (…) „Kann jemand von Euch rückwärts zählen?“
„Ist doch pepsi“, sagte Mika.
„Dreh sofort deinen Stuhl wieder um und schau nach vorn!“, sagte der Vertretungslehrer streng.
„Ich dachte, ich soll rückwärts zählen.“
„Und du weißt nicht, was das bedeutet?“
„Doch“, sagte Mika und ruckte wieder seinen Stuhl in Richtung Rückwand.
„Ruhe die anderen!“, sagte der Vertretungslehrer, weil sich inzwischen die ganze Klasse darüber stritt, wie er das mit dem Rückwärts-Zählen wohl meinte.
„Und ihr dreht euch auch um!“, sagte der Vertretungslehrer zu Timo und Hanna, die genau wie Mika ihre Stühle umgedreht hatten.
„Ihr anderen nicht!“, rief der Vertretungslehrer, als wir anderen unsere Stühle umdrehten und plötzlich nur noch Mika, Timo und Hanna richtig herum saßen.
„Herr Lehrer“, meldete sich Pekka, als wir wieder alle in dieselbe Richtung schauten.
„Ja?“
„Heute ist bei uns Saunatag“, sagte Pekka und lächelte stolz. Pekka sagt manchmal einfach irgendwelche Sachen, und niemand weiß, warum.

Und alle LehrerInnen unter Euch wissen, dass es in jeder Klasse einen Pekka gibt 🙂 … Ella und ihre SchulkollegInnen verehren ihren Lehrer übrigens (also null Teacher-Bashing, keine Sorge!). Die Buchreihe ist nach der Ich-Erzählerin Ella benannt, aber in Ella in der Schule geht es um die ganze Klassengemeinschaft, das ist natürlich fabelhaft!

Ich wünsche allen ErstklässlerInnen und auch den „alten Hasen“ ein spannendes Schuljahr, in dem sie zusammen mit ihren KlassenkollegInnen viel zu lachen haben! Und uns Eltern starke Nerven, haha!

 

PS: Der 15. deutsche Ella-Band, Ella und der falsche Zauberer, kommt übrigens am 24. September in den Buchhandel. Ella und ihre KollegInnen – sie sind mittlerweile schon in der 3. Klasse – retten in dieser Geschichte ihren Lehrer, der plötzlich verdächtigt wird, ein Juwelendieb zu sein.

 

Timo Parvela. Ella in der Schule. München: dtv, 2017. 12. Auflage! 1995 auf Finnisch erschienen als Ella ja kaverit. Ins Deutsche übersetzt von Anu und Nina Stohner. Mit Bildern von Sabine Wilharm. Ella in der Schule ist der erste Band der Ella-Reihe.

Antje Damm: Frag mich!

Leselevel: ♦◊◊◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: 4 – 100 Jahre

240 Seiten, stabiles Taschenbuch (offiziell: flexibler Einband) um € 15

Thema: 118 Fragen, um mit Kindern (und Erwachsenen) ins Gespräch zu kommen

Dieses Buch ist genial! Und zwar nicht nur, um mit Kids tiefgehende Gespräche zu führen, sondern auch mit Älteren. (Es mag natürlich seltsam anmuten, wenn man zum Gespräch im Caféhaus oder Altenheim ein Buch mitbringt und daraus Fragen vorliest, aber empfehlenswert ist es dennoch!) Die kurzen Texte können auch LeseanfängerInnen schon lesen. PädagogInnen empfehlen dieses Buch übrigens zur Sprachförderung.

Ich hatte es zufällig mit, als wir stundenlang im Stau standen, und die Zeit ist damit (und mit einer XXL-Packung Manner Wafferl) superschnell verflogen. Vielleicht eine Lektüre, die Ihr beim nächsten Urlaub einpacken wollt? Vermutlich findet Ihr sogar bei diesem Frage-Antwort-Spiel noch etwas Neues über Eure Liebste / Euren Liebsten heraus…

Die vier Töchter der Gießener Autorin haben am Buch mitgewirkt: Man merkt, dass in diesem Buch viel Herzblut, Fantasie und Einfühlungsvermögen stecken. Volle Empfehlung: tolles Buch!!

Antje Damm. Frag mich! Frankfurt: Moritz Verlag, 2017.

Wieland Freund: Krakonos

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: Jugendliche von 10 – 14 Jahren

292 Seiten, gebundene Ausgabe um € 14,95

Themen: Rübezahl, Brüderbeziehung, digitale Welt, Natur

Die Brüder Nik und Levi leben zusammen mit anderen Jugendlichen und Kindern auf dem Campus der IT-Firma Qwip, für die ihre Eltern fast Tag und Nacht arbeiten. Der Alltag wird dominiert von Handys, PCs, Computerspielen, Laptops, autonomen Fahrzeugen und Videoüberwachung. Levi hält nichts von dieser digitalen Blase, sucht die Natur, auch wenn ihn das auf verbotene Wege führt. Sein Bruder ist bemüht, Levi zu decken und zu beschützen, wo er kann. Eines Nachts treffen sie jedoch auf den Naturgeist und Gestaltenwandler Krakonos, den man auch Rübezahl nennt. Er wird von einem erbarmungslosen Sonderkommando gejagt, das ihn töten will. Nur die Mythobiologin Emma, die einst zur Überwachung des Berggeistes abgestellt wurde und nun Teil des Sonderkommandos sein muss, will Krakonos schützen. Eine spannende Jagd beginnt, bei der auch die beiden Jungs ins Visier der Technokraten geraten.

Wieland Freund gelingt es mühelos, eine glaubhafte und fesselnde Geschichte im Spannungsfeld zwischen hochtechnologisierter Gegenwart und sagenhafter Naturwelt anzusiedeln. Zur aufregenden Jagd auf Rübezahl kommt auch noch die interessante Beziehung zwischen Nik und Levi. Letzterer erscheint zu Beginn des Romans autistisch, seltsam technologiefremd und eigenbrötlerisch. Später wird Nik entdecken, dass Levis Interesse an der Natur und Zuneigung zu Tieren durchaus ihre Berechtigung hat und dank Levi in eine neue Denkart und Sichtweise eintauchen. Ein tolles, sehr empfehlenswert Buch, das 2018 mit dem Leipziger Lesekompass und dem Rattenfänger Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

Der 1969 geborene Wieland Freund, dessen Vater Germanistikprofessor war, arbeitet als Journalist, Autor von Kinder-und Jugendbüchern und Literaturkritiker in Berlin. Der Vater dreier Kinder ist auch als Übersetzer tätig. Zusammen mit Andrea Wandel hat er Steve Coles _Astrosaurier_-Bücher aus dem Englischen übertragen.

Dieses Buch ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert. Toitoitoi :-)!

Wieland Freund. Krakonos. Weinheim: Beltz & Gelberg Verlag, 2017.

Florian Beckerhoff: Nickel und Horn: Zwei Detektive mit Durchblick

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦◊◊◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: für Kinder von 5 – 9 Jahren

144 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12,99

Themen: Detektive, Tiere, Abenteuer, Diebstahl, Brille

Die weitsichtige Meerschweinchendame Nickel und ihr Freund Horn, ein kurzsichtiger Papagei, leben mit dem ruhebedürftigen Hund Schlappi und seinem Herrchen, einem pensionierten Detektiv von 90 Jahren, zusammen. Als die beiden Brillenträger einen Einbrecher beobachten und der Nachbarsjunge Paul sie tags darauf um Hilfe bittet, weil sein Hinterafrikanisches Pupsetier verschwunden ist, gibt es für die tierischen Schnüffler kein Halten mehr.

Witzige, pointenreiche, kurzweilige Detektivgeschichte für Mädchen und Jungs ab 5 Jahren. Auch die Bilder von Barbara Scholz sind einsame Klasse! Das tolle Buch wurde völlig zurecht mit dem Leipziger Lesekompass 2018 prämiert.

Der 1976 in Zürich geborene und nun in Berlin lebende Schriftsteller ist wahrscheinlich vielen durch seinen Debutroman _Frau Ella_ bekannt, der 2013 mit Ruth Maria Kubitschek und Matthias Schweighöfer verfilmt wurde. Nickel und Horn: Zwei Detektive mit Durchblick ist sein Debut als Kinderbuchautor. Auf seiner Homepage hat der zweifache Vater übrigens einen nächsten Nickel und Horn-Fall in Aussicht gestellt. Yippie!

Florian Beckerhoff. Nickel und Horn: Zwei Detektive mit Durchblick. Stuttgart: Thienemann-Esslinger Verlag, 2017. Mit Bildern von Barbara Scholz.

Tanja Kummer: Cat Cat

Zielgruppe: für Mädchen von 9 – 12 Jahren

128 Seiten, gebundene Ausgabe um € 17,90

Themen: Freundinnen, Katzen, Klassengemeinschaft, Clique, Individualität

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen:♦♦♦♦♦

Ein Geheimtipp aus der Schweiz! Dieses absolut empfehlenswerte Buch über Freundschaft und Katzenliebe ist ab 20.8. im Buchhandel erhältlich.

In Cat Cat geht es um die frisch übersiedelte, elfjährige Catrin, die sich in einer neuen Klasse einfinden muss. Ihre Klassenkolleginnen machen sich über sie lustig, nur ihre Banknachbarin Sofia freundet sich mit ihr an – hier eine Szene zu Beginn des Buches, auf dem winterlichen Pausenhof:

In der Mitte des Schulhofes stehen die kluge Leni und Emily-Grace, das Mädchen mit der pinken Haarsträhne. Um sie herum summen die anderen Mädchen der Klasse wie Bienen um ihre Königin.

„Worüber reden die?“, will Catrin wissen.

„Emily-Grace redet sicher über die Turnstunde am Nachmittag.“

Während sie spricht, steigt über Emily-Graces Kopf der Dampf ihres Atems auf.

„Warum, was macht ihr denn in der Turnstunde?“, will Catrin wissen. In Sport ist sie gut. In der alten Klasse wollte sie jeder in der Mannschaft haben, weil sie schnell ist wie ein Gepard.

„Was man halt so macht. Aber es geht nicht darum, was wir machen. Es geht darum, dass Leni und Emily-Grace immer die Besten sein wollen.“

„Und sind sie es auch?“

Catrin ist gespannt auf die Antwort. Das wäre doch total unfair, wenn Leni nicht nur klug, sondern auch noch eine Sportskanone wäre!

„Nein, sie sind nicht die Besten. Das bin ich.“

Catrin sieht sie überrascht an.

„Du?“

„Ja, ich“, sagt Sofia, „aber es interessiert mich nicht.“

Die Glocke schrillt. Sofia steht auf und geht Richtung Schulhauseingang. Catrin sieht ihr nach. Eigentlich geht Sofia nicht, sie schlurft eher. Und dieses Mädchen soll die Beste in Sport sein? Das ist ja komisch, denkt Catrin. Irgendwie ist das eine komische Schule. (Seite 19 – 20)

Als Catrins alte, heißgeliebte Katze stirbt, wird sie von Tag zu Tag katzenartiger: Sie jagt zum Beispiel einer herumwirbelnden Plastiktüte nach, faucht einen Hund an und möchte nicht mehr duschen. Was bei der Ingroup ihrer Klassenkameradinnen gut ankommt, stößt bei Sofia auf Ablehnung: „Katzen sind Katzen. Und Menschen sind Menschen. Menschen sollten keine Katzen werden. Menschen sollten einfach netter werden. So nett wie Katzen“, schreibt sie Catrin. Die Alpha-Mädels sind jedoch hin und weg, als Catrin den Lehrer anfaucht. Sie bekommt den Spitznamen „Cat Cat“ verliehen und wird zur Anführerin des „Cat Clubs“ ernannt. In diesen erlauchten Club wird nur aufgenommen, wer eine Mutprobe besteht. Doch die Aufnahmeprüfungen werden immer ärger, und als der Club zum zweiten Mal mit dem Gesetz in Konflikt gerät, schreiten die Eltern ein.

Ein spannendes Buch über Cliquenbildung und wahre Freundschaft, das vielen Mädchen ein guter Ratgeber in Freundschaftsfragen sein wird.

Die Geschichte ist wunderbar in der Gegenwart verankert, mit Selfies, DSDS-Auftritten,  Skype-Anrufen und witzigen Teenie-Kürzeln wie „hdl“ und „whdmfg“. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte fein formuliert und wird auch „gehobenen Ansprüchen“ genügen ;-). Die jugendliche Sprache und Erzählwelt spricht die jungen Leserinnen sicher an.

Ab und zu finden sich im Buch Schweizer Ausdrücke, was ich sehr charmant und authentisch finde, denn die Handlung spielt ja in der Schweiz. So gehen Catrin und ihre Mutter einmal „schlitteln“ und vor dem Sport wird „eingewärmt“. Der Kontext klärt die wenigen landestypischen Bezeichnungen – und außerdem: Hat das Wienerisch der Nöstlinger-Bücher auch nur ein Kölner Kind verschreckt?!?

Preislich liegt das Buch eher im oberen Segment, aber da es optisch sehr ansprechend ist (mit Glitzer, yeah!) und inhaltlich nicht nur eine tolle Geschichte sondern auch noch eine Art Freundschaftsratgeber bietet, würde ich Euch durchaus zu dieser Investition raten. Vielleicht könnt Ihr es auch auf die Wunschliste Eurer öffentlichen Bücherei schreiben? Ich bedanke mich an dieser Stelle sehr herzlich beim Aris Verlag fürs Zusenden eines Exemplars – ist natürlich eine besonders feine Sache für Buchliebhaberinnen, wenn man ein Buchjuwel schon vor Publikationstermin lesen darf.

Die Autorin Tanja Kummer lebt übrigens in Zürich und publizierte bislang Lyrik, Kurzgeschichten und einen Roman. Sie tritt auch als Spoken Word-Künstlerin auf. Cat Cat ist ihr erstes Kinderbuch. Im Herbst wird es einige Buchevents zu Cat Cat geben (auf ihrer Homepage gibt’s Details).

Tanja Kummer. Cat Cat. Embrach: Aris Verlag, 2018.