Anke Kuhl: Manno! Alles genau so in echt passiert

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: für alle (!!!) ab 7 Jahren

136 Seiten, gebundene Ausgabe um € 16

Themen: Geschwister, Schwestern, Familie, Freunde, Schule, Kindheit

Anke Kuhls preisgekrönte, witzige Sammlung von lose verknüpften Anekdoten aus ihrer Kindheit in den 70er Jahren, Manno! Alles genau so in echt passiert, ist ein grenzgeniales, kunterbuntes, superlustiges Kindercomic über Geschwisterliebe und Kindheitserlebnisse, vom Eislutschenlassen über Krankenhausbesuche und Haustieralarm bis hin zu Kartenspielzoff und Tanzchoreographien.

Auch wenn Kuhl aus ihrer Kindheit in den 70ern erzählt (mit lustigen Details wie Schlaghosen, ABBA und gestreiften Klappstühlen) und sich viele Eltern dieses Kinderbuch krallen werden, finden sich heutige Kids genauso in diesen Kindheitsepisoden wieder. Als dieses Buch bei uns zuhause ankam, hat es sich die Kleinste sofort unter den Nagel gerissen und auf einen Sitz durchgelesen. Ihre große Schwester und ich haben derweil wie die Aasgeier darauf gewartet, dass sie das Buch mal weglegt, was nicht geschah, und schließlich haben wir zwei es nacheinander verschlungen. Manno! ist das erste Buch, das meine Kinder und mich gleichermaßen in Begeisterung versetzt hat. Ein großartiges Buch für alle Kinder von früher und heute!

Anke Kuhl erklärte 2019 in einem Interview mit der Comic-Denkblase, Alex Jakubowskis Comicblog, dass ein Comic für sie das einzig wahre Medium für ihre Kindheitserinnerungen sei, “weil ich so viele Bilder im Kopf habe, die ich zeichnerisch viel präziser und treffender ausdrücken kann, als mit vielen Worten. In den Geschichten kommen schöne und schlimme, lustige und traurige, komische und tragische, fröhliche und eklige, leise und laute Momente nebeneinander vor.” Tatsächlich beschert Anke Kuhl mit Manno! nicht nur haufenweise Lachanfälle, sondern bringt auch vereinzelt traurige, angstvolle Moment aufs Trapez: so wie es in der Kindheit eben ist.

Dieses Buch ist absolut großartig. Alle ab 7 Jahren sollten es unbedingt lesen!!!

Anke Kuhl (* 1970) ist eine erfolgreiche deutsche Illustratorin, die mit Mann und Kindern in Frankfurt am Main lebt. Sie hat zahlreiche Kinderbücher illustriert und erhielt 2011 für Alles Familie! den Deutschen Jugendliteraturpreis. Hier habe ich ihre Bücher Alles lecker! und Ein ABC der Schadenfreude vorgestellt. Für Manno! erhielt Anke Kuhl den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung, die mit 20.000€ höchst-dotierte Comicauszeichnung des deutschsprachigen Raums.

Ich danke dem Klett Kinderbuch Verlag für das Rezensionsexemplar.

Anke Kuhl. Manno! Alles genau so in echt passiert. Leipzig: Klett Kinderbuch Verlag, 2020.

Mila Sternberg und Verena Körting: Emily Pferdeflüsterin: Eine Freundschaft mit Eselsohren

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 9 Jahren

176 Seiten, gebundene Ausgabe um € 13

Themen: Pferdeliebe, Tierliebe, Empathie, Autismus, Familie, Freundschaft, neu an der Schule, Halbwaise, TV-Show, Tiere, Streichelzoo, Hund

Dieser wunderbare Kinderroman lässt sich ebenso wenig in eine Schublade stecken, wie seine Protagonistin Emily, die nicht nur einfühlsame Pferdeflüsterin und tolle Freundin ist, sondern auch Autistin, TV-Star und Halbwaise. Egal welche ihrer Besonderheiten in der Erzählung gerade in den Vordergrund tritt, die Geschichte ist immer berührend, überzeugend und spannend. Ein ganz wundervolles Kinderbuch fernab von Pferdekitsch, das trotzdem von einer innigen Pferd-Kind-Beziehung erzählt und auch PferdeliebhaberInnen begeistern wird.

Emily träumt von einem eigenen Pferd und einem Haus auf dem Land. Anders als die meisten Kinder ihres Alters macht sie sich akribisch daran, diesen Traum zu verwirklichen. Obwohl sie Autistin ist, nimmt das Mathe-Genie an einer TV-Show teil und gewinnt dabei viel Geld. Nun kann sie mit Papa Paulus aufs Land ziehen und kauft die Stute Runa. Doch die ist, so wie Emily, eine zurückgezogene Einzelgängerin. Langsam nähern sich Pferd und Kind an und Emily kommt Runas trauriger Vergangenheit auf die Spur.

In der neuen Schule erlebt die Außenseiterin Emily auch jede Menge. Zunächst einmal trifft sie auf Lea, die die richtigen Antennen für Emilys manchmal seltsam anmutendes Verhalten hat. Sie weiß intuitiv, dass die Neue nicht absichtlich angibt oder verletzt, sondern ohne böse Absicht einfach offen sagt, was sie denkt. Lea hält Abstand, wenn Emily den braucht, und steht ihrer neuen Freundin zur Seite, wenn sie Unterstützung braucht, etwa mit dem ruppigen Ben, der Emilys Schulleben anfangs zur Hölle macht.

Papa Paulus kennt seine liebenswerte Tochter natürlich in- und auswendig. Dass sie sich so schnell mit Lea anfreundet, erstaunt ihn trotzdem – oder gerade deswegen? Emily ist übrigens Halbwaise, Mama Evalynne ist vor einigen Jahren verstorben. Das macht Paulus und Emily zu schaffen, doch zusammen sind sie stark genug für ein neues Leben auf dem Land mit Pferd, Esel, Enten und allem, was sonst noch dazu gehört.

Die drei Erzählstränge rund um Emilys Familie, Freunde und Pferd verflicht Mila Sternberg auf wunderbare Weise in ein spannendes Abenteuer, das den LeserInnen den Blickwinkel einer jungen Autistin vermittelt, ohne diese Krankheit auch nur zu erwähnen. Es ist einfach so, dass Emily manchmal etwas anders denkt.

Die großartigen Illustrationen von Verena Körting ergänzen die feine Geschichte perfekt. Das stimmungsvolle Cover mit den ansprechenden Figuren verrät das sofort, aber auch die schwarz-weiß Innen-Illustrationen mit den roten Akzenten sind sehr ausdrucksstark.

Dieses wundervolle Kinderbuch hat meine Kinder und mich tief bewegt. Ich kann es euch nur wärmstens empfehlen!

Die unter Pseudonym publizierende Österreicherin Mila Sternberg ist Drehbuchautorin fürs Kinderfernsehen und schreibt Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ich danke dem Dressler Verlag für das Rezensionsexemplar.

Mila Sternberg. Emily Pferdeflüsterin: Eine Freundschaft mit Eselsohren. Hamburg: Dressler Verlag aus der Verlagsgruppe Oetinger, 2020. Mit Illustrationen von Verena Körting.

Katja Gehrmann: Stadtbär

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: 6 – 8 Jahren

96 Seiten, gebundene Ausgabe um € 10,95

Themen: Bär, Tiere, Wald, Stadt, Freundschaft, Jäger, Zoo, zum Selberlesen, ErstleserInnen

Katja Gehrmanns vielfach preisgekröntes ErstleserInnen-Buch Stadtbär ist absolut witzig, genial illustriert und superspannend, mit wenig Text in großer Schrift.

Die humorvolle Geschichte dreht sich um einen Bären, der nach dem Winterschlaf feststellt, dass sich außer dem Habicht keiner seiner Freunde mehr im Wald befindet. „Die sind alle in die Stadt gezogen“ (11), erklärt der Vogel. Klar, dort gibt’s ja beheizte Höhlen, jede Menge Futter und keine Jäger. Da muss der Bär auch hin! Die Waldtiere, die schon in der Stadt sind, bemerken, dass der Bär nun auch da ist. Sofort machen sie sich Sorgen: In der Stadt müsse man sich geschickt anpassen, unauffällig sein. Das könne der riesige Bär bestimmt nicht, deshalb wollen sie ihn in den Zoo stecken. Während der Bär die Stadt erobert, versuchen die anderen Wildtiere seine Fehler auszumerzen, und eine wahre Kinderbuch-Slapstickkomödie entfaltet sich. Zum Schluss treffen alle Tiere und die Polizei aufeinander, es kommt zum großen Showdown, und ein Raubüberfall wird auch noch aufgeklärt! Herrlich lustige Story mit Lachgarantie!

Die kurze und kurzweilige Geschichte wird untermalt von lustigen, farbenfrohen und detailreichen Illustrationen. Auch in den Bildern steckt großer Witz und Charme. Die jungen LeserInnen können nach dem Lesen einer Doppelseite innehalten (bzw. rasten) und sich über die Illustrationen amüsieren. Auf einem Bild sieht man zum Beispiel einen Dachs, der einen Regenwurm wie eine Spaghetti aus der Erde saugt. Gehrmanns Illustrationsstil in Stadtbär erinnert mich irgendwie an Axel Scheffler. Vielleicht liegt das an den kugeligen Augen und den coolen Barthaaren? Jedenfalls sind die Bilder ungemein spaßig und ergänzen die tolle Geschichte perfekt.

Text und Bilder stammen von Katja Gehrmann (Jahrgang 1968). Sie studierte Illustration in Mexiko, Spanien und an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Für ihre Werke hat sie schon zahlreiche Preise gewonnen, so den Goldenen Apfel der Biennale in Bratislava oder das Troisdorfer Bilderbuch-Stipendium. 1995 wurde sie mit dem UNICEF-Bilderbuchpreis in Bologna ausgezeichnet. In der Sparte Kinderbuch war sie 2014 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Hier habe ich ihr geniales Bilderbuch Seepferdchen sind ausverkauft vorgestellt.

Ich danke dem Moritz Verlag für das Rezensionsexemplar!

Katja Gehrmann. Stadtbär. Frankfurt am Main: Moritz Verlag, 2019.

Didier Lévy und Katrin Stangl: Als die wilden Tiere bei uns einzogen

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 5 Jahren

40 Seiten, gebundene Ausgabe um € 15

Themen: Freundschaft, Familie, Tiere, Bio-Essen, ungesundes Essen, Tierschutz, Jagd, Vegetarier, Playstation, Computerspiel, Umweltschutz, Wald, Leben mit der Natur, Konsumgesellschaft, Überfluss, Bio

Das lustige Bilderbuch Als die wilden Tiere bei uns einzogen (Text von Didier Lévy, Illustrationen von Katrin Stangl, Übersetzung von Silvia Bartholl) dreht sich um eine Bio-Öko-Großstadt-Familie, die aufs Land zieht. Als Öko-Fritzin hat mich das Buch besonders amüsiert, meine Kinder und ich haben uns durchs Buch gekichert!

Der Sohn und Ich-Erzähler freundet sich mit Max an. Er lebt offensichtlich im Schlaraffenland: Junkfood, Playstation, Flachbildschirm, fettes Auto und Whirlpool. Manchmal ist Max zu Gast bei der Öko-Familie, aber dort gibt’s nur gesundes Essen: „alles bio, logisch.“ Sehr fad. Doch dann beginnt die Jagdsaison und alle Wildtiere retten sich in den Garten der Bio-Familie. Das spricht sich natürlich herum, und bald belagert die gesamte Dorfjägerschaft das Öko-Haus. Wie das wohl enden mag?

Herrlich lustige Freundschaftsgeschichte, in der es eigentlich um biologische Ernährung geht, aber das merkt man gar nicht, weil die Geschichte und die Illustrationen so witzig sind. Wenn ich gesund koche, mache ich es genauso: Das Vollkornmehl meiner Gugelhupfe tarne ich mit Kakaopulver!

Didier Lévy (*1964) ist einer der bekanntesten Kinderbuchautoren Frankreichs.

Die Kölnerin Katrin Stangl (*1977) bebildert in verschiedensten Techniken eigene und fremde Texte. Ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, z.B. mit dem „Preis der Stiftung Buchkunst“ und dem „Hans-Meid-Förderpreis“. Ihre Homepage gewährt einen schönen Einblick in ihr herausragende Kunst.

Silvia Bartholl ist Übersetzerin und Lektorin. In diesem spannenden Geolino-Artikel könnt Ihr erfahren, was man als LektorIn so macht.

Ich danke dem Peter Hammer Verlag für das Rezensionsexemplar!

Didier Lévy. Als die wilden Tiere bei uns einzogen. Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 2020. Mit Illustrationen von Katrin Stangl. Übersetzt von Silvia Bartholl.

Rainer Oberthür und Barbara Nascimbeni: Die zehn Gebote

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦◊◊◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 8 Jahren

56 Seiten, gebundene Ausgabe um € 15

Themen: Gott, Menschen, die zehn Gebote, Christentum, christlicher Glaube, Ethik, Eltern, Kinder, Benehmen, Goldene Regel, die Bibel, Nächstenliebe, Lebenseinstellung

„Wie wollen wir leben?“, fragen wir Menschen uns seit tausenden von Jahren. Die zehn Gebote zeigen uns, wie wir Frieden und Gerechtigkeit für alle erreichen und eine lebenswerte Zukunft schaffen können. Das hört sich nach Friday for Future an, bezieht sich hier aber auf einen Lebensweg mit und zu Gott.

Der Aachener Rainer Oberthür, er ist Dozent für Religionspädagogik und Grundschullehrer, beschreibt in seinem Buch Die zehn Gebote die Bedeutung der zehn Regeln und ihren biblischen Hintergrund. Die studierte Grafikdesignerin Barbara Nascimbeni, sie lebt in Hamburg und ist international erfolgreiche Illustratorin, veranschaulicht in den beeindruckenden Bildern des Buches den Kern der zehn Gebote und wie sie in das Leben jedes und jeder Einzelnen hineinwirken.

Dieses Buch ist nicht nur in der Fastenzeit und Osterzeit oder für die Erstkommunion empfehlenswert, sondern ist ein schöner religiöser Begleiter für jeden Tag.

Vielen Dank an den Gabriel Verlag in der Thienemann-Esslinger-Verlagsgruppe und an Henrike Blum für das Rezensionsexemplar!

Rainer Oberthür, Barbara Nascimbeni. Die zehn Gebote. Stuttgart: Gabriel Verlag in der Thienemann-Esslinger-VerlagsGmbH, 2020.

Markus Dietrich: INVISIBLE SUE Plötzlich unsichtbar

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦◊◊◊◊
Humor: ♦♦♦◊◊
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Gefühl: ♦♦♦◊◊
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 10 Jahren

160 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12,90

Themen: Einzelgängerin, Freundschaft, Familie, Superheldin, Erfindungen, Superkraft, Nerd, IT-Genie, BMX-Champ, Hochbegabung, Außenseiter

Im Herbst 2019 kam der Kinofilm „Invisible Sue: Plötzlich unsichtbar“ heraus – den haben wir irgendwie nicht mitbekommen. Aber das Buch zum Film von Markus Dietrich finden meine Kinder und ich klasse!

Sue ist zwölf und wird von allen, außer ihrem Vater, ignoriert. Bei einem Unfall im Labor ihrer Mutter kommt sie eines Tages mit einer neu entwickelten Substanz in Berührung: Ab diesem Zeitpunkt kann sie sich unsichtbar machen – und wird gejagt.

Zwei Mitschüler, der BMX-Champ Tobi und die geniale Tüftlerin Kaya, helfen ihr in höchster Not und retten zusammen mit Sue deren entführte Mutter. Auf weitere Abenteuer der Drei darf man gespannt sein!

Markus Dietrichs Erzählweise ist zwar nicht so kunstvoll wie z. B. Katja Brandis‘ oder Eliot Schrefers, aber die Geschichte läuft so spannend ab wie ein Kinofilm* und unterhält mit viel Witz und Nervenkitzel bestens.

*Der Kinofilm hat übrigens den Preis der Kinderjury (Oulu Filmfestival 2018) und den Publikumspreis (FIFEM Montreal 2019) gewonnen.

Ich danke dem 360 Grad Verlag und Bücherwege für das Rezensionsexemplar!

Markus Dietrich. Invisible Sue: Plötzlich unsichtbar. Schriesheim: 360 Grad Verlag, 2019.

Leonora Leitl: Einmal wirst du…

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
64 Seiten, gebundenes Buch um € 16,95

Themen: Nachdenken übers Leben, Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen, Erwachsenwerden

Dieses Buch von Leonora Leitl ist für mich eines der Top-Bücher des Jahres. Hier habe ich es schon einmal detailliert vorgestellt.

Bei Einmal wirst du… handelt es sich um das Lieblingsbuch meiner Tochter. Oft nimmt sie es zur Hand, denkt über die schlauen 30 Fragen nach, die Leitl zum Leben stellt, spricht mit mir über ihre Gedanken dazu, bestaunt die wunderschönen Illustrationen und kichert über die witzigen Bilder.

Kinderbuchblogger-Adventskalender 2019 Fearless Five Brigitte Wallingers Kinderbuchblog Jugendbuchblog Buchtipps für Kinder und Jugendliche Buchempfehlungen für Teens und Kids Buchperlen junge Literatur

VERLOSUNG

Im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders 2019 (auf die Beine gestellt von Kinderbuchdetektive, mit wunderschönem Logo von Ann-Kathrin Biel) wurde das Buch verlost! Ein herzliches Dankeschön an den Tyrolia Verlag für das Verlosungsexemplar!

Leonora Leitl. Einmal wirst du… . Innsbruck, Wien: Tyrolia Verlag, 2019.

Frida Nilsson: Siri und die Eismeerpiraten

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: 10 – 14 Jahre

368 Seiten, TB um € 9,95

Themen: Abenteuer, Mut, Piraten, Familie, Freundschaft, Bergwerk, Eismeer

Siri und ihre Schwester Miki leben als Halbwaisen zusammen mit ihrem gebrechlichen Vater auf einer Insel im Eismeer. Eines Tages wird Miki von Piratenkapitän Weißhaupt entführt, der Kinder für die Arbeit in seinen Bergwerken raubt. Kein Kind hat die Schufterei unter Tage bislang überlebt.

Was kein Erwachsener wagt, ist für Siri das einzig Mögliche: Sie bricht auf, um ihre Schwester zu retten. Auf ihrer Reise trifft sie auf Eiswölfe und Meerjungfrauen, auf “Seebären”, Fischer und Piraten. Mit einem guten Freund an ihrer Seite schafft sie es schließlich auf Weißhaupts Pirateninsel, doch wie soll sie nun Miki aus der Piratenfestung befreien?

Spannung bis zur letzten Seite verspricht dieser großartige Kinderroman von Frida Nilsson, die im Wald lebt und mit ihrem Hund spricht. Die 1979 geborene schwedische Schriftstellerin schreibt seit 2004 äußerst erfolgreich für Kinder. Nilsson kommt ursprünglich aus dem Theaterbereich und arbeitet auch als Moderatorin in Funk und Fernsehen. Sie war für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und gewann den Astrid-Lindgren-Preis 2014.

Siri und die Eismeerpiraten wurde mit dem Luchs von DIE ZEIT und Radio Bremen sowie der Nils-Holgersson-Plakette ausgezeichnet. Ein fantastisches, packendes Abenteuer in Buchform, sehr zu empfehlen!

Ich danke dem dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Frida Nilsson. Siri und die Eismeerpiraten. München: dtv, 2019. Mit Illustrationen von Torben Kuhlmann. Übersetzt von Friederike Buchinger. Die Originalausgabe erschien 2015 unter dem Titel Ishavspirater.

Jan Bajtlik. Ariadnes Faden: Götter, Sagen, Labyrinthe

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦
Zielgruppe: ab 8 Jahren
80 Seiten, gebundene Ausgabe um € 24

Themen: Griechische Sagen und Götter, die griechische Antike, das Labyrinth der griechischen Mythologie, die Häuser der alten Griechen, die Akropolis, die Olympischen Spiele, der Trojanische Krieg, Bestien, griechische Abenteurer und HeldInnen, das griechische Theater

Dieses Buch ist für mich eins der Top-Bücher des Jahres. Die besten Kapitel der griechischen Mythologie werden in Jan Bajtliks Ariadnes Faden: Götter, Sagen, Labyrinthe auf Doppelseiten bildlich (comicartig) dargestellt. Die unterhaltsamen Bilder beschreiben die griechische Götterwelt, die wichtigsten HeldInnen, die grusligsten Bestien, die schlausten AbenteurerInnen, die olympischen Spiele , das griechische Theater, die Akropolis und griechische Häuser, den Trojanischen Krieg und vieles mehr.

Beim Betrachten der Illustrationen und Lesen der Beschriftungen erlebt man die spannenden Geschichten hautnah und entdeckt viele coole Details. Am Ende des großformatigen Buches gibt es kurze Erläuterungen zu jedem der Bilder.

Seit Jahrhunderten fesseln uns die tollen Geschichten der griechischen Mythologie und dieses wunderbare Buch macht sie jungen LeserInnen zugänglich. Und alte LeserInnen, die diese Sagen schon kennen, entdecken sie durch die genialen Illustrationen neu. Beste Unterhaltung also für Klein und Groß! Wer eine Entdeckungstour durch das geniale Buch machen möchte, findet hier in der Leseprobe tolles Bildmaterial zum Durchklicken.

Der 1989 in Warschau geborene Grafikdesigner Jan Bajtlik veröffentlicht Bücher für Kinder und illustriert u.a. für das Time Magazine und die New York Times. „Ariadnes Faden. Götter, Sagen, Labyrinthe“ ist sein erstes Buch auf Deutsch, übersetzt von Thomas Weiler.

Ich bedanke mich sehr herzlich beim Moritz Verlag für mein Rezensionsexemplar und das Verlosungsexemplar für den Kinderbuchblogger-Adventskalender 2019, auf die Beine gestellt von Kinderbuchdetektive, mit wunderschönem Logo von Anne-Kathrin Biel. Ein herzliches Dankeschön auch an Euch zwei!

Kinderbuchblogger-Adventskalender 2019 Fearless Five Brigitte Wallingers Kinderbuchblog Jugendbuchblog Buchtipps für Kinder und Jugendliche Buchempfehlungen für Teens und Kids Buchperlen junge Literatur

PS: Am 23.12. darf ich hier auf www.wallinger.at mein zweites Lieblingsbuch des Jahres verlosen. Stay tuned!

Jan Bajtlik. Ariadnes Faden: Götter, Sagen, Labyrinthe. Frankfurt am Main: Moritz Verlag, 2019. Übersetzt von Thomas Weiler.

Anna McPartlin: Die Furchtlosen Fünf

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 10 Jahren

327 Seiten, gebundene Ausgabe um € 16

Themen: Freundschaft, Raub, Familie, Überfall, Abenteuer, Krebs, Blindheit, Band, Nachbarschaft, Geld, Krankheit, Fußball, Irland, fünf Freunde

Dieses spannende und lustige Buch unterhält Kids ab 10 Jahren bestens, auch wenn viele Erwachsene bei einem Buch, in dem es um Raubüberfälle und eine todkranke Krebspatientin geht, die Augenbrauen kraus ziehen werden.

Irland, 1990: Die 13-jährigen Jungs Jeremy Finn, Johnny J, Walker, Sumo und Draufgängerin Charlie sind überglücklich, weil Irlands Fußballteam zum ersten Mal an der WM teilnimmt. Leider überschattet die schlimme Krankheit von Jeremy Js Mum die Spiele. Die fünf Freunde sind sich einig: Die Krebskranke muss schnellstmöglich nach Amerika, denn dort gibt es die besten ÄrztInnen und Krankenhäuser. Aber in den 90ern ist ein transatlantisches Flugticket extrem teuer. In ihrer Not überfallen die Kids eine Tankstelle und einen Geldtransporter, denn Jeremy Js Mum muss geholfen werden, ist doch klar. Auch wenn sie eindeutig das Flasche tun, machen sie am Ende alles richtig.

Die fünf HeldInnen sind eigenwillige, liebenswerte Charaktere, deren Feuereifer und Chuzpe beglücken. Der humorvolle Text wird von urkomischen Fußnoten begleitet. In einer Szene über einen Bandauftritt von Johnny J und Jeremys Bruder werden Deckos Versuche, den Sound auszubalancieren, zum Beispiel so kommentiert: „Genauso gut hätte man das von unserem toten Wellensittich (Ralph, Frühjahr 1986 bis Herbst 1987, RIP) verlangen können“ (189). Die Handlung ist übrigens nicht vorhersehbar :-).

Herzzerreißender, witziger, temporeicher Kinderroman, der bestens unterhält!

Ich danke dem Rowohlt Taschenbuch Verlag für das Rezensionsexemplar!

Anna McPartlin. Die Furchtlosen Fünf tun das Falsche, aber richtig! Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2019. Übersetzt von Christine Strüh. Die Originalausgabe erschien 2019 unter dem Titel The Fearless Five.