Stefan Karch: Robin und Scarlet – Die Bücher der Magier

Super Lesestoff für AbenteurerInnen ab 9 Jahren, die auf Magie, Fantasy und Spannung abfahren!

Kurzinfo

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 9 Jahren

160 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12,95

Themen: Freundschaft, Magie, zaubern, Katze, Fantasy, Abenteuer, Zauberbücher

Die junge Magierin Scarlet und ihr Kater Robin halten zusammen!

Scarlet lebt bei Lord Buttermoor, der sie Zauberei lehrt. Was er nicht weiß: Scarlet versucht in einer geheimen Kammer, eine mächtige Magierin zu werden. Ihr mutiger Kater Robin versorgt sie immer wieder mit neuen Zauberbüchern. Als Robin entführt wird, muss sie sich dem Kampf mit Meister Ash stellen.

Ein überaus spannender, fesselnder und super geschriebener Fantasy-Roman!

Robin und Scarlet ist eine Buchreihe. Die Bücher der Magier ist Band 1, und wir freuen uns schon sehr darauf, die nächsten drei Bände zu lesen. Meine Kinder haben den Auftaktroman verschlungen, und mich selbst hat das Buch auch gefesselt! Stefan Karch hat eine temporeiche Geschichte mit liebenswerten Hauptdarstellern und spannenden Abenteuern gezaubert.

Stefan Karch

Stefan Karch lebt mit seiner Frau und den drei Töchtern auf einem alten Bauernhof in Stubenberg (Österreich). Er ist freischaffender Kinder- und Jugendbuchautor, Illustrator und Puppenspieler. Mit seinen fantasievollen Figuren berührt er die Herzen seiner ZuschauerInnen und LeserInnen.

Merci!

Ich danke dem G&G Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Fakten zum Buch

Stefan Karch. Robin und Scarlet: Die Bücher der Magier. Wien: G&G Verlag, 2011.

Christine Auer: Die Feuerpferde von Sarmantan

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦◊◊◊
Humor: ♦♦♦◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦◊
Elternvergnügen: ♦♦♦♦◊

Zielgruppe: 8 – 11 Jahre

99 Seiten, gebundene Ausgabe um € 9,95

Themen: Freundschaft, Magie, Pferde, Zauber, Einhorn, Wichtel, Familie

Ein spannender Kinderroman über eine magische Freundschaft!

Lina, ihre Erzfeindin Valerie und deren Bruder Jakob werden von der bösen Zauberin Malaxena in das Kinderbuch „Safyra und das magische Turnier“ entführt. Die Hexe nimmt Jakob gefangen und will ihn erst freilassen, wenn Valerie und Lina ihr einen Portalschlüssel bringen, den sie beim magischen Turnier gewinnen können. Unterstützt von Wichteldame Gwendolin und dem Zauberpferd Safyra stellen sich die zwei Mädchen, die sich langsam anfreunden, der gefährlichen Aufgabe. Die Prüfungen werden von Mal zu Mal schwieriger und konfrontieren die Kinder mit ihren größten Ängsten. Die größte Gefahr erwartet sie jedoch am Schluss: Malaxenas Feuerpferde!

Die Geschichte ist packend und mitreißend, Christine Auer galoppiert geradezu durch das zauberhafte Abenteuer. Die jungen LeserInnen werden das Buch nicht mehr aus den Händen legen wollen, bis Valerie, Jakob und Lina wieder wohlbehalten zuhause ankommen. Die vielen ausdrucksstarken schwarz-weiß Illustrationen von Petra Herberger bieten dem jungen Publikum einen großen Leseanreiz. Für PädagogInnen gibt es auf der Homepage des G&G Verlags Begleitmaterial zum Download (Elfchenanleitung, Lückentexte, etc.). Für Die Feuerpferde von Sarmantan gibt es nicht nur eine klare Empfehlung von mir, sondern auch von meiner buchbegeisterten Tochter, für die dieses Buch eins der besten Bücher aller Zeiten ist.

Die Kinderbuchautorin Christine Auer studierte Psychologie und Jus. 2015 erhielt sie den Dixi Kinderliteraturpreis für ihr Jugendbuchmanuskript Miriam im Sternschnuppenjahr, das 2018 im Obelisk Verlag erschien. Sie lebt in Wien mit ihrer Familie und ihren zwei Katzen.

Ich danke dem G&G Kinderbuchverlag für das Rezensionsexemplar!

Christine Auer. Die Feuerpferde von Sarmantan. Wien: G&G Verlagsgesellschaft, 2018. Illustriert von Petra Herberger.

Will Gmehling: Freibad – Ein ganzer Sommer unter dem Himmel

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 9 Jahren

160 Seiten, gebundene Ausgabe um € 14

Themen: Familie, Freundschaft, erste Liebe, Freibad, Sommer, Ferien, Mut, Sprung vom Zehnmeterturm, Französisch lernen, kraulen, schwimmen lernen, Verbotenes tun, Mutprobe

Ein geniales Sommerbuch, unbedingt lesen!!!

Es gibt sie, diese ganz besonderen Bücher, in die man sich mit einem Kopfsprung stürzt und aus denen man einen gefühlten Augenblick später auf der letzten Seite wieder auftaucht, zutiefst beglückt und auch ein wenig traurig darüber, dass man sich nun von den ProtagonistInnen trennen muss. Will Gmehlings Freibad ist eines dieser bombastischen Bücher voller Humor und Gefühl: die perfekte Sommerlektüre für Jungs und Mädchen ab 9 Jahren.

Die Bukowski-Geschwister, das sind Alf, 10, Katinka, 8 und Robbie, 7, retten im Hallenbad ein Kleinkind vor dem Ertrinken und bekommen zur Belohnung eine Jahreskarte fürs Freibad. Wenn die Mama in der Bahnhofsbäckerei arbeitet und der Papa Taxi fährt, wenn Zuhause aus drei Zimmern besteht, dann sind sie ein Hammergeschenk, diese 100 Tage voller Abenteuer und Mutproben, voller Zuneigung und (erster) Liebe, voller Pommes und Mayo!

Ein ganzer Sommer unter dem Himmel, der die Kinder wachsen lässt. Alf grübelt nach über den anstehenden Schulwechsel, die schöne Bademeisterstochter und den anvisierten Sprung vom Zehnmeterturm. Seine Schwester Katinka, mutig und stark, will 20 Bahnen Kraul am Stück schaffen und lernt auf der Liegewiese Französisch, weil sie doch so für Paris schwärmt. Und dann gibt es noch den Jüngsten, Robbie, der nicht so wie andere Kinder ist, gerne schweigt und träumt. Er soll richtig schwimmen lernen. Während sich die Kinder ihren Grenzen stellen, begegnen sie interessanten Menschen (vom Fußballstar bis zum Obdachlosen) und erobern die Herzen vieler – auch die der LeserInnen.

„Und du, Robbie?“, fragte Mama. „Was wird aus dir, wenn das Freibad zumacht?“

„Weiß nicht“, sagte er. „Mal sehen. Irgendwas wird ja andauernd.“

Wir guckten ihn an, Mama, Papa, Katinka und ich. Wir liebten ihn so sehr, unseren Robbie. Weil er so Sachen sagte, die man nicht richtig verstand. Und weil er manchmal wie eine Katze irgendwohin guckte, obwohl da eigentlich nichts war (148-149).

Ein wirklich sensationelles Buch, unbedingt lesen!!!

Will Gmehling (*1957) war lange Zeit Maler. Das erklärt, warum er den Schauplatz Freibad so großartig einfangen konnte: Morgens anzukommen, und übers spiegelglatte Becken zu blicken, barfuß durchs feuchte Gras zu gehen, die funkelnden Muster der Sonne am Poolboden zu beobachten, Pommes mit Mayo am Kiosk zu kaufen, den regennassen Rutschenglanz zu genießen, die Haut im warmen Wind trocknen zu lassen bis sie spannt, die Abendsonne im Rücken zu spüren, wenn man heimgeht. (Sorry, bin kurz abgeschweift. Zurück zu Will Gmehling:) Sein erstes Kinderbuch heißt Tiertaxi Wolf & Co. Der Yeti in Berlin wurde in viele Sprachen übersetzt. Im Peter Hammer Verlag erschienen zuletzt Chlodwig (illustriert von Jens Rassmus), und das ist ebenso genial wie Freibad. Hier habe ich es vorgestellt. Freibad war übrigens für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020 nominiert. Will Gmehling hat zwei Kinder und lebt in Bremen.

Das Beste zum Schluss: Man muss gar nicht traurig sein, wenn man die letzte Freibad-Seite liest. Im August 2020 wird eine Fortsetzung erscheinen (Nächste Runde) und die Bukowski-Geschwister verfolgen ihre Träume weiter: Erzähler Alf das Boxen, die taffe Katinka das Modellleben in Paris und Robbie wird – wie immer – alle überraschen. Die Bukowskis, eine Familie, die für einander da ist und sich so viel Freiheit und Liebe schenkt, wie man braucht, um stark genug zu sein für alles, was kommt.

Ich danke dem Peter Hammer Verlag für das Rezensionsexemplar.

Will Gmehling. Freibad: Ein Sommer unter dem Himmel. Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 2019. Umschlaggestaltung: Birgit Schössow.

Käthe Recheis und Monika Laimgruber: Die schönsten Fabeln

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: zum Selberlesen ab 8 Jahren, zum Vorlesen ab 5 Jahren

86 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12,95

Themen: Fabeln, Lebensweisheiten, Tiere, Klassiker für Kinder, kurz & knackig: schneller Leseerfolg (daher auch für Lesemuffel bestens geeignet)

Wunderschön illustriertes Fabelbuch von Bestseller-Autorin Käthe Recheis!

In Die schönsten Fabeln erzählt Käthe Recheis vierzig bekannte und beliebte Fabeln nach, inspiriert von Äsop, La Fontaine, Marie von Ebner-Eschenbach und Leo Tolstoj bis hin zu Fabeln aus Asien und Amerika. Wer Recheis Werk kennt, weiß, wie spannend und mitreißend sie erzählt. Die jungen LeserInnen werden zwar von den Geschichten bestens unterhalten, können aber vielleicht alleine nicht immer einen Schluss daraus ziehen –hier hilft dann “die Moral von der Geschicht”, die die Botschaft am Ende schön ausbuchstabiert, z.B. „Ohne Eintracht plagt man sich nur und bringt nichts zuwege“ (S. 72) oder „Wer nicht aufgibt, auch wenn alles hoffnungslos zu sein scheint, der wird dafür belohnt“ (S. 39). Optimal!

Fabeln haben ja viele Vorteile. Erstens sind sie kurz. Selbst ausgesprochene Lesemuffel schaffen die knackigen Tiergeschichten ohne Probleme und genießen dann diesen Leseerfolg. Zweitens gibt’s da immer was zu schmunzeln: Fabeln sind besser als jede Soap Opera. Drittens lernen die Kids durch Fabeln etwas fürs Leben: „Die Moral von der Geschicht…“, ihr kennt das ja… Wenn diese Fabeln dann noch aus der Feder von Bestseller-Autorin Käthe Recheis stammen, umso besser!

Käthe Recheis (1928-2015) ist eine preisgekrönte, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin. Sie zählt zu den Großen der deutschsprachigen Kinderliteratur und hat sich als Autorin und Übersetzerin aus dem Englischen international einen Namen gemacht. Ihre Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und erhielten im In- und Ausland zahlreiche Auszeichnungen. In ihrem Schreiben verband sie oftmals märchenhaft-mystische Geschichten mit sozialpolitischen Inhalten. Sie setzte sich sehr für indigene Völker und den Schutz der Wölfe ein. Käthe Recheis über sich selbst: “Ich schreibe Kinder- und Jugendbücher, weil ich daran glaube, dass es eine der prägendsten Formen der Literatur ist, und weil sie so vielfältig ist, dass ich, solange ich schreiben kann, nie an eine Grenze stoßen werde. Der Alltag und das Außergewöhnliche, alles hat seinen Platz und ist wichtig, Abenteuer und Spannung, unbeschwertes Lachen und Humor nicht weniger als die Fähigkeit, kreative Phantasie zu entwickeln, und Vorurteile abzubauen gegen Menschen, die anders leben als wir, die eine andere Kultur haben“.

Zur Unterhaltung der Kids gibt’s übrigens nicht nur Recheis tolle Fabeln, sondern auch passende schwarz-weiß Illustrationen von der 1946 in Klagenfurt geborenen, vielfach ausgezeichneten Illustratorin Monika Laimgruber, damit die jungen LeserInnen auch was Schönes zu gucken haben. Meinen Kindern und mir gefallen die Zeichnungen ausgesprochen gut. Bis zur kleinsten Schnecke haben sie uns alle begeistert.

Ich danke dem G&G Verlag für das Rezensionsexemplar.

Käthe Recheis. Die schönsten Fabeln. Wien: G&G Verlag, 2020. Mit Illustrationen von Monika Laimgruber.

Äsop und Manuela Adreani: Äsops Fabeln

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦♦♦♦♦
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 5 Jahren

44 Seiten, gebundene Ausgabe um € 9,25

Themen: Fabeln, Lebensweisheiten, Gutenachtgeschichten, Klassiker für Kinder

Dieses unterhaltsame, wundervoll illustrierte Fabelbuch lehrt die jungen LeserInnen Lebenswichtiges ;-)!

Zwanzig von Äsops besten Fabeln hat der Kindermann Verlag Berlin in Äsops Fabeln zusammengetragen und von Manuela Adreani wunderschön illustrieren lassen. Die Tiergeschichten sind alle knapp, lustig und klug, also ideale Vorlesegeschichten. Die jungen LeserInnen werden nicht nur bestens unterhalten, sondern lernen auch noch was fürs Leben: optimal!

Die italienische Illustratorin Manuela Adreani hat die Fabeln begnadet in Bilder gegossen. Farbenfroh und ausdrucksstark zeigen sich ihre Tiere und beweisen, dass die 2600 Jahre alten Geschichten noch immer Gültigkeit besitzen.

Ich danke dem Kindermann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Äsop und Manuela Adreani. Äsops Fabeln. Berlin: Kindermann Verlag, 2018.

Lena Raubaum und Sabine Kranz: Qualle im Tierheim

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: 5-9 Jahre

96 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12

Themen: Kind und Hund, Familie, Freundschaft, Tierheim, Tierliebe

Zum Buch:

Max Kallinger, genannt Qualle, wünscht sich nichts sehnlicher als einen Hund. Leider wohnt er in einer Wohnung und die Eltern wissen nicht, was sie im Urlaub mit einem Haustier machen sollen. Qualle darf also keinen eignen Hund haben.

Im Tierheim soll man sich Hunde zum Gassigehen ausleihen dürfen, hört er. Sofort marschiert die gesamte Familie dorthin, aber es stellt sich heraus, dass nur Erwachsene mit Tierheim-Hunden rausgehen können. Daraufhin schlägt Qualle vor, sich im Tierheim mit den Hunden abzugeben: Er bastelt mit seinem Freund Öner Hundespielzeug und will die Herzen der Hunde im Sturm erobern. Hündin Barka macht es ihm nicht leicht, doch Qualle gibt nicht auf!

Das humorvolle Buch ist auch für LeseanfängerInnen bestens geeignet: Auf weniger als 100 Seiten (in großer Schrift!) kämpft Qualle für sein Hundeglück. Die jungen LeserInnen erhalten zudem erstklassige Tipps für den Umgang mit Hunden und eine Bastelanleitung für Hundespielzeug.

Zur Autorin und Illustratorin:

Lena Raubaum wurde 1984 in Wien geboren und ist eine Sprachbegeisterte: Sie ist Autorin, Sprecherin, Schauspielerin und Leiterin von Schreib- und Leseworkshops. 2016 erhielt sie den DIXI Kinderliteraturpreis. Ihr Buch Qualle im Krankenhaus wurde in die Kollektion des Österreichischen Kinder- und Jugendliteraturpreises 2020 aufgenommen.

Sabine Kranz ist freiberufliche Illustratorin und Designerin in Frankfurt. Ihre Bilder sind inspiriert von französischen Comics sowie den Mustern und Farben der 50er und 60er Jahre. Dass ihr die Hunde in Qualle im Tierheim so meisterlich gelungen sind, liegt an Atelierhund Tessa.

Dankeschön:

Ich danke dem Obelisk Verlag und Lena Raubaum für das Rezensions- und Verlosungsexemplar!

Lena Raubaum. Qualle im Tierheim. Wien: Obelisk Verlag, 2020. Illustriert von Sabine Kranz.

Rose Lagercrantz und Eva Eriksson: So glücklich wie noch nie?

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 7 Jahren

224 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12,95

Themen: Freundschaft, Familie, Patchwork-Familie, Hochzeit, Besuch, Schweden, Italien, Krankheit, Reise, Rom

Es gibt sie: richtig gute Bücher für ErstleserInnen. So glücklich wie noch nie? von Rose Lagercrantz ist so ein besonderer Schatz, den ich euch uneingeschränkt ans Herz legen möchte. Im spannenden, beglückenden und inspirierenden Kinderroman geht es um Freundschaft, Familie und Liebe. „Liebe ist besser als keine Liebe“, sagt die Hauptfigur Dunne. Wie wahr! Große Gefühle in einem kleinen Buch!

Seit 2011 sind schon 7 Bände der Freundschaftsgeschichte um Dunne und Ella Frida herausgekommen, jeder absolut bezaubernd und auch gut einzeln lesbar. Man kann also durchaus mit dem neuen und letzten Band der Reihe beginnen. Dunne erlebt neben vielen schönen Momenten auch echte Schicksalsschläge, hat aber entschieden, dass das Unglück nicht zählt, und sich aufs Glücklichsein spezialisiert.

In diesem Band fällt ihr das nicht ganz leicht, obwohl ihr Papa und Wanda heiraten wollen. Die zwei möchten nämlich nur ganz klein in Rom heiraten, ohne Dunnes bester Freundin Ella Frida. Bringt das ihre Freundschaft in Gefahr?

Lagercranzt taucht tief ins kindliche Fühlen und Erleben ein. Ihr schlichter, fesselnder Stil ist einfach großartig.

Laut Verlag ist das Buch in vier Stunden (vor-)lesbar. Meine Kleine hat es schneller geschafft. Sie ist genauso wie ich von der Reihe begeistert und hat dieses Buch voller Witz und Kinderlogik geradezu verschlungen.

Rose Lagercrantz, geboren 1947 in Stockholm, leitete ein Kindertheater und arbeitete für Rundfunk und Fernsehen, bevor sie begann, Kinderbücher zu schreiben. Ihre Eltern hatten den Holocaust überlebt, aber darüber wurde in der Familie nicht gesprochen. Für ihr Gesamtwerk wurde Lagercrantz 1979 mit dem Astrid-Lindgren-Preis ausgezeichnet.

Die zuckersüßen Illustrationen hat übrigens Eva Eriksson gestaltet. Angelika Kutsch hat wunderbar aus dem Schwedischen übersetzt.

Ich danke dem Moritz Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rose Lagercrantz. So glücklich wie noch nie? Frankfurt: Moritz Verlag, 2020. Übersetzt von Angelika Kutsch. Mit Illustrationen von Eva Eriksson. Originaltitel: Kärlek är bättre än ingen kärlek.

Martin Verg und Jürgen Hübner, Hg.: Gestern war noch Krieg: Die Zeit um 1945 in Sachtexten und Erzählungen von Gudrun Pausewang, Christine Nöstlinger, Klaus Kordon u.a.

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦♦♦
Humor: ♦◊◊◊◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 10 Jahren

240 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12

Themen: Zweiter Weltkrieg, 1945, Kriegsende, Bombenkrieg, Widerstand, Volkssturm, Adolf Hitler, Flucht, Vertreibung, Befreiung, Besatzung, Nationalsozialismus, Gestapo, Konzentrationslager, SS, Wehrmacht, Nazi-Diktatur

Wie war das Leben in Deutschland und Österreich während des Zweiten Weltkriegs? Gestern war noch Krieg schildert Kindern den Zweiten Weltkrieg in verständlichen Sachtexten und spannenden Erzählungen berühmter KinderbuchautorInnen. Sehr berührend und fundiert! Absolut empfehlenswert!

Vor 75 Jahren endete der Zweiten Weltkrieg. Der langjährige GEOlino-Journalist und Kinderbuchautor Martin Verg hat aus diesem Anlaß mit dem Kinderbuchexperten Jürgen Hübner ein hervorragendes Buch gegen das Vergessen herausgegeben, das spannende Kriegskinderprosa von elf namhaften AutorInnen versammelt und einen kindgerechten historischen Überblick über den Zweiten Weltkrieg liefert.

Die Kinder-Anthologie besteht aus fünf Kapiteln (Bombenkrieg, Widerstand, Volkssturm, Vertreibung, Besatzung), zu denen immer zwei bis drei hochkarätige, eindrückliche, bewegende Erzählungen gehören. Unter den AutorInnen sind Christine Nöstlinger, Uri Orlev, Gudrun Pausewang, Klaus Kordon , Ruta Sepetys und Anke Bär. Jedes Kapitel wird von einem einführenden Text eingeleitet, der den geschichtlichen Hintergrund verständlich und knapp erläutert und die Texte kontextualisiert. Ein fundiertes Vorwort und Nachwort verbinden die schrecklichen Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs mit der Gegenwart und Zukunft. Eine gelungene Zeittafel und ein tolles Glossar ergänzen dieses herausragende Kinderbuch, das Kindern den Zweiten Weltkrieg begreifbar macht.

„Je weniger Menschen leben, die aus eigener Erfahrung über diese Zeitberichten können, desto bedeutender werden historische und literarische Quellen, die die Ursachen, Geschichte und Folgen der NS-Herrschaft und ihre Verbrechen auf anschauliche Weise näher bringen“, schreiben Sabine Bamberger-Stemmann und Jens Hüttmann im Nachwort. Auch aus diesem Grund ist Gestern war noch Krieg sehr wertvoll.

Ich danke dem Thienemann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Martin Verg und Jürgen Hübner in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Gestern war noch Krieg: Die Zeit um 1945 in Sachtexten und Erzählungen von Gudrun Pausewang, Christine Nöstlinger, Klaus Kordon u.a. Stuttgart: Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 2020. Mit Illustrationen von Irmela Schautz.

Thomas Brezina: Fritz Fantom – der Schrecken der Schule

Leselevel: ♦♦♦◊◊
Wissenssteigerung: ♦♦♦◊◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: 7-11 Jahre

145 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12,95

Themen: Fritz Fantom, Familie, Tom Turbo, Freunde, Mobbing, Schule, Verbrecher, Gauner, Bösewichte, Geheimnisse, Superheld, Superschurke

Sehr spannend, den Blickwinkel zu wechseln und die berühmten Tom Turbo-Fälle aus Fritz Fantoms Sicht zu sehen. Wie und in welcher Familie ist er wohl aufgewachsen? Hat er auch gute Seiten? Als sich der Gauner eines Tages riesig groß zaubern lassen will, wird er winzig klein geschrumpft. Gut, dass ihm Tom Turbo immer auf der Spur ist!

Viele von Euch kennen Tom Turbos spannende Abenteuer, in denen Fritz Fantom einer der Hauptschurken ist. Nun hat ihm Thomas Brezina ein eigenes Buch gewidmet, in dem Fritz Fantoms größte Geheimnisse gelüftet und die Rätsel um seine Familie gelöst werden. Das Buch wird von vielen ansprechenden Illustrationen und Comic-Elementen aufgepeppt und ist so auch für weniger geübte LeserInnen ein großes Lesevergnügen.

Fritz Fantom verrät im Buch auch die besten Tricks aus seiner laaaangen Schulkarriere: sehr witzig! Das Unheil nimmt seinen Lauf, als Dr. Frankenschrei Fritz Fantom vergrößern will. Das geht nämlich gehörig schief, und natürlich hat Tom Turbo da seine Finger (äh, Speichen) im Spiel! Er ist es auch, der Fritz Fantom aus seiner misslichen Lage retten kann. Ob er seinem Erzrivalen helfen wird?

Thomas Brezina ist ein erfolgreicher österreichischer Autor, Moderator und Produzent. Mit seinen über 550 Büchern in 40 Sprachen hat er “die Welt erobert”. Brezina lebt in Wien und London und ist seit 2008 für das Kinderprogramm des Österreichischen Rundfunks ORF verantwortlich. Auf seiner Homepage gibt’s Genaueres zu seiner spannenden Karriere, den vielen Auszeichnungen und seinen neuesten Projekten (ich sage nur: Liebesroman für Erwachsene!).

Der Illustrator Pablos Tambuscio hat Kunst studiert und lebt in Buenos Aires, Argentinien, wo er für Thomas Brezinas Buchserien Alle meine Monster, Bronti und Tom Turbo zeichnet.

Ich danke dem G&G Verlag für das Rezensionsexemplar!

Thomas Brezina. Fritz Fantom: Der Schrecken der Schule. Wien: G&G Verlag, 2020. Mit Illustrationen von Pablo Tambuscio.

Marliese Arold: Magic Maila, verhext noch mal!

Leselevel: ♦♦♦♦◊
Wissenssteigerung: ♦◊◊◊◊
Humor: ♦♦♦♦◊
Spannung: ♦♦♦♦♦
Gefühl: ♦♦♦♦♦
Elternvergnügen: ♦♦♦♦◊

Zielgruppe: ab 9 Jahren

240 Seiten, gebundene Ausgabe um € 12,99

Themen: Magie, Zaubern, Familie, Freundschaft, Patchworkfamilie, Mehrgenerationenhaushalt, Hexen, Zauberei, Vogel, magische Wesen

Magic Maila: Verhext noch mal! von Marliese Arold ist ein lustiger, spannender Hexenspaß über Freundschaft und Familienzusammenhalt.

Maila lebt mit ihrer Familie in der Hexenwelt. Sie betreiben einen Zauberladen, doch leider macht ganz in der Nähe ein großes Zaubereigeschäft auf und nun wird dringend ein neues Zugpferd gebraucht. Oma Luna beschließt, einen Likör fürs Jungbleiben zu brauen, doch leider passiert ihr ein Fehler: Der Hexenkessel explodiert und dabei verschlägt es jede Menge Zaubergegenstände und magische Wesen in die Menschenwelt. Die 13-jährige Maila wird ausgesandt, alles wieder einzusammeln und zurückzubringen, bevor der Magische Kontrolldienst dahinterkommt und Oma Luna bestraft wird.

Mailas Tante Juna lebt bereits in der Menschenwelt. Sie hat sich einmal bei einem Ausflug in einen Menschenmann verliebt, mit dem sie jetzt ein Kind erwartet. Onkel Justus darf natürlich nichts von alledem wissen. Er ist Schuldirektor, und Maila wird in sein Gymnasium eingeschult. Beim Einsammeln der magischen Objekte geht’s drunter und drüber. Auch in der Schule juckt es Maila zu zaubern, und immer kann sie sich nicht beherrschen… Zusammen mit Schulfreundin Emily und Tante Juna macht sich Maila ans Werk, doch dann geschehen merkwürdige Dinge mit Onkel Justus, und ein unheimlicher Agent des Magischen Kontrolldienst erscheint.

Das Buch ist wirklich unterhaltsam und total spannend geschrieben, allerdings bricht es sehr abrupt ab. Kein einziger Handlungsstrang wird abgeschlossen und mitten in der Erzählung endet die Geschichte. Band 2 erscheint Gott sei Dank schon am 6. August! Da das Buch meinen Kindern und mir aber unglaublich gut gefällt, empfehle ich es trotz des offenen Endes weiter und freue mich auf Band 2.

Marliese Arold, Jahrgang 1958, ist eine erfolgreiche deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre mehr als 180 Bücher kennt man in über 20 Ländern. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Erlenbach am Main.

Ich danke dem Edel Kids Books Verlag für das Rezensionsexemplar.

Marliese Arold. Magic Maila: Verhext noch mal! Band 1. Hamburg: Edel Kids Books, 2020.